Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

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SuMiXaN
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von SuMiXaN »

kleines Update:

Es gibt nicht sehr viel zu berichten. Die alten großen Würmer sind mittlerweile alle ausgezogen. Die neue Population gedeiht weiterhin gut. Es sind zwar noch keine Riesenwürmer dabei, aber einige haben gutes Potenzial. Der Eimer wird voller und voller...mit Substrat und Würmern. Kokons sind immer noch viele zu finden, auch wenn es weit weniger sind als am Anfang. Ich denke ich nähere mich langsam einer guten Wurmdichte. Da aber der Eimer bald zu klein ist um neuen Kompost / Futter aufnehmen zu können, wird sich die Population bald vermutlich etwas verkleinern.
Es kann gut sein das keine Dendrobena-Armee mit durchweg kapitalen Exemplaren dabei rauskommt...trotz steigender Wurmdichte sind allerdings alle gut genährt und kräftig. Ich hoffe das es so bleibt und ich die Würmer aus meinen anderen Boxen aufpäppeln kann...
Ich bleibe auf jeden Fall dran...kann ja nicht sein das meine Würmer hier schlapp und hungrig sind!

So und endlich ein brauchbarer Fisch auf einen Dendrobena aus besagtem Eimer:
IMG_0336.JPG
IMG_0335.JPG
Ein gut genährter Europäischer Aal (vermutlich weiblich, da männchen nur ca. 60cm erreichen) 64-65cm, ca. 600g
Da freut sich das Anglerherz...der wird bald geräuchert!
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Wurmcolonia
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von Wurmcolonia »

Ein kleines Update zu Haferflocken und Enchytäen: Seit wenigen Wochen habe ich eine Methode gefunden, wie ich meine Dendros mit zumindest ein paar Haferflocken versorgen kann, ohne dass sich die Enchys drauf stürzen. Ich fütter die Haferflocken nich häufchenweise, sondern verteile sie einzeln über das gesamte Substrat der Kisten. Nach einiger Zeit sehe ich dann etliche Dendros an der Oberfläche (so viele sehe ich sonst nicht), Enchyträen kann ich aber nicht erkennen. Entweder sind sie nicht da - was ich aber nicht glaube -, oder sie sind so wenige - so dass ich sie zwischen den Dendros nicht erkenne -, so dass sie den Dendros nicht so große Mengen Haferflocken wegfressen :)X .
Die Dendros bekommen jetzt die Haferflocken etwa zwei Mal pro Woche kredenzt. Ich werde jetzt beobachten, ob sie langsam etwas kräftiger werden.

Außerdem habe ich heute festgestellt, was die Enchys ebenfalls gerne mögen. Gestern Abend habe ich meinen Judels Reste von Pellkartoffen gegeben, Schale mit kleinen Kartoffelresten. Heute Morgen waren die von den Enchys belagert (wall) (bat) .

LG Wurmcolonia
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von SuMiXaN »

Hi Wurmcolonia,

Danke für das Update. Lässt du die Haferflocken vorher Wasser ziehen oder legst du sie wirklich einzeln und trocken in die Wurmkiste?
Bei mir hatten sich eher Kugelmilben über Kartoffelklöße hergemacht...ich muss auch mal genauer beobachten welcher Mitbewohner am ehesten an welches Futter geht.

Gruß
SuMiXaN
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo SuMiXaN,

danke für deine Rückmeldung. So viel Arbeit mache ich mir mit den Haferflocken nicht. Ich schütte sie einfach ganz langsam und vorsichtig aus der Verpackung über das feuchte Substrat und das andere Futter.

Ist schon interessant, welche Futtervorlieben die diversen Mitbewohner der Judels haben :o .

Bei mir stellt sich noch eine andere Futterfrage. Da ich die Haferflocken nicht mehr in Wasser einweiche, überlege ich jetzt nur, wie ich den Judels nochmal Melasse zukommen lassen kann. Bisher hatte ich sie mit dem Haferflockenbrei vermischt. Das geht ja jetzt nicht mehr. Die Melasse unters Substrat mischen geht auch nicht. Dafür ist die Masse zu klebrig. Ich habe auch eher zu feuchtes als zu trockenes Substrat, so dass ich Melasse auch nicht im Spritzwasser auflösen kann. Hättest du noch eine andere Idee?

LG Wurmcolonia
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von Pfiffikus »

Ihr braucht viele große Würmer zum Angeln? Hier zeigt uns jemand, wie das gehen kann.


Pfiffikus,
der nicht weiß, ob das nur Anglerlatein ist
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Wurmcolonia
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo Pfiffikus,
danke für deinen Hinweis auf diesen Trick. Dass man Wümer mit Hilfe von Vibrationen, oder, noch schlimmer, mit Elektroschocks aus der Erde holen kann, hatte ich auch schon in Videos gesehen. Dass so viele Würmer in so kurzer Zeit an die Oberfläche flüchten, habe ich aber noch nicht gesehen. Wenn das Video echt ist, müssen schon außergewöhnlich viele Würmer an dieser Stelle in der Erde gewesen sein.

Es gibt mindestens noch einen weiteren Trick, um Würmer noch einfacher als mit den beiden o.g. Methoden, aus der Erde zu holen, der in der dunklen Zeit des Tages funktionieren kann. Man nimmt eine große Gießkanne voll Wasser und gießt sie an einer Stelle, wo man viele Würmer vermutet, auf einer Fläche von ca. einem Quadratmeter aus. Man wartet dann ein paar Minuten bis die Würmer aus der Erde gekrochen kommen und sammelt sie ein. Die Würmer glauben, dass das Wasser aus der Gießkanne Regen ist und wollen den Regen nutzen, um auf Wanderschaft zu gehen.

Der Grund, warum ich meine Dendros mit Haferflocken füttern möchte, ist nicht der, dass ich Würmer zum Angeln benötigen. Vielemehr möchte ich meine etwas zu schlanken Würmer mit dem Getreide kräftigen und gleichzeitig auch mit Proteinen versorgen. Außerdem lieben sie Haferflocken :D .

LG Wurmcolonia
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von Wurmtraum »

Ich hatte letzten Herbst zwei große Eimer mit je 15 L Bokashi zur Vererdung in eine große Mörtelwanne gegeben und mit verbrauchter Blumenerde gemischt. Als ich nun letzte Woche meine Pflanzkisten hergerichtet hatte war auch der noch nicht wirklich vererdetete Bokashi dran um verarbeitet zu werden.
Das Bokashi-Erden-Gemisch hab ich als unterste Schicht in meine Betonwannen gegeben.
Bei der Entnahme des Gemisch aus der Mörtelkiste hatte ich viele rießige und fette Würmer.
Es waren keine roten Würmer wie meine Kompostwürmer im Wurmturm, eher blass-grau. Mein Mann dachte das sind junge Schlangen. Zum Glück nicht.
Diese Würmer scheinen den Bokashi, wenn er schon etwas älter ist und an Säure verloren hat, als sehr schmackhaft zu empfinden.
Ob das nun Dendros sind, welche mir letztes Jahr aus meinem Wurmturm auf´m Balkon entwischten und in Garten gefallen sind (wir wohnen Hochpaterre) oder gar solche Tauwürmer sind, kann ich nicht sagen.
Zum Angeln sind diese Prachtwürmer bestimmt geeignet.
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo Wurmtraum,
die Geschichte mit den riesig fetten Würmern aus dem Bokashi-Erden-Gemisch ist sehr interessant. Hast du noch die Möglichkeit ein Foto von diesen Würmern zu machen? Wäre interessant, diese zu sehen zu bekommen.
LG Wurmcolonia
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von SuMiXaN »

Hallo und danke an alle für eure Rückmeldungen und Ratschläge.
Leider sind bei mir in der näheren Umgebung kaum gute Würmer vorhanden. So lange es immer mal wieder regnet, lassen sie sich zwar mit verschiedenen Tricks aus dem Erdreich locken aber die Größen und Mengen sind überschaubar. Aus diesem Grund wollte ich dem Boden keine weiteren Würmer entnehmen und habe stattdessen mit der Zucht von Kompostwürmern fürs Angeln begonnen. Ein Angelkollege hat mit der Würmerbeschaffung keinerlei Probleme und bekommt bei sich immer schöne Würmer in guter Zahl.
Neben der Zucht fürs Angeln habe ich auch unseren Komposthaufen in Schwung gebracht, verzichte zunehmend auf künstliche Düngung im Garten und versuche damit allgemein die Wurmpopulation zu stärken. Tauwürmer fand ich bisher kaum und wenn dann waren sie sehr klein. Inzwischen sitzt gerne der ein oder andere unter dem Komposthaufen und dort darf er vorerst wohnen bleiben.

Eigentlich ist es zum Angeln nicht sooo wichtig wie groß ein Wurm ist. Man kann ja auch mehrere dünne/kleine Würmer nehmen. Manchmal scheint aber genau dieser eine große Happen den Fisch zu überzeugen ;)
Ich mache mir aber auch darüber gedanken ob meine Würmer robust und gesund sind. Da gibt es dann doch einen Unterschied zwischen meinem Kompost und den Bewohnern meiner Wurmkisten. Achja, versuche einfach die Haltung zu verbessern :)

@Wurmtraum
Ein Bild wäre natürlich toll, aber nach deiner Beschreibung tippe ich auf Tauwürmer. Die erkennt man gut an ihrem spitzen flachen Schwanzende sobald sie sich zum Bewegen langstrecken. Die haben normalerweise eine braun, graue Färbung.

Gruß
SuMiXaN
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Re: Wie züchtet man große und gesunde Dendrobena ohne Mast? Ein Experiment

Beitrag von perdita »

Hallo Wurmcolonia,

Ich habe noch eine alte Packung Grieß daliegen. Geht der auch zum Füttern ? Mit Haferflocken oder Mehl habe ich noch nicht experimentiert, würde gern den Grieß einsetzen anstatt wegwerfen.

Danke und
LG Perdita
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