BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Themen rund ums biologische Gärtnern sind hier richtig. Auch Fragen um Wurmhumus werden hier beantwortet.
Kolinahru
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Kolinahru »

Mal in umgekehrter Reihenfolge zu euren Fragen :) (Edit: ergänzungen)

@Pfiffikus
Leider richte ich meinen Blick vor allem auf Gefahren, die man sich eben nicht vorstellen kann- Konrad Röntgen hat z.b. ohne jeden Schutz mit Röntgenstrahlen gearbeitet, weil er sich die Gefahren nicht vorstellen konnte. Er hat auch die Hand seiner Frau geröntgt- sie starb wie er an Krebs.

Was wäre z.B. wenn die erschafften Atome in der oberen Atmosphäre unter Strahlung reagieren? Oder wenn sie Strahlenschutzwirksame Atome aus wichtigen Atmosphärenschichten verdrängen, die zwar wenig Rauminhalt haben im Vergleich zug Gesamtatmosphäre, aber große Wirkung?

Und zu der Verschwörung: Google hat nie behauptet, das es uns Ergebnisse anzeigt, die uns am besten nutzen. Es hat nie behauptet, eine unabhängige und dem Wohle der Menschen verpfichtete Wissensdatenbank zu sein.
(Das gilt meiner Meinung nach höchstens für Seiten wie Wikipedia)
Aber es wird von den Leuten so verwendet, als sei Google unparteiisch, darin liegt die Gefahr. In dem Augenblick, da Google alle Anfragen bekommt, fängt die Politik von Google an unsere Köpfe von innen zu beeinflussen. z.B. habe ich Dokument93 nicht per Google oder Startpage finden können (letztere nutzt den Google Algorythmus)

@Eberhard
Nach einigem Nachdenken und dem Gefühl das BIO tatsächlich etwas inflätionär verwendet wird- ich produziere z.B. BIO Biomüll für die Judels, meine damit aber ungespritzte organische Abfälle.
Was die Chemie angeht: Es gibt Aromaten, der im Herstellungsprozess noch destilliert wird- man mischt ein Ester mit einem anderen Stoff, erhitzt das und aus den verschiedenen Destillenausgängen (Je Temperaturbereich ein Ausgang) kommen verschiedene Gescmächer. einer riecht nach Erdbeere, einer nach Vanille, einer nach Banane... das war sehr augenöffnend für mich, damals im Labor.

Der Verlust an Vitaminen in Früchten und der Verlust an Früchten im Essen sind beide dem Preisdruck geschuldet.
Wir können dem nur selbst entgegenwirken.

Die Jauche war der Rest vom Rasen(ameisen)Schnitt. ich finde immer noch vereinzelt ein oder zwei, glaube aber das sie langsam eingehen. (Wie lange lebt eine einzelne Ameise?)

Aber das mit den Wurzeln erscheint mir logisch


@Worma: danke für die Fotos :)
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Pfiffikus
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Pfiffikus »

Kolinahru hat geschrieben: Mo 18. Mai 2020, 11:53Leider richte ich meinen Blick vor allem auf Gefahren, die man sich eben nicht vorstellen kann- Konrad Röntgen hat z.b. ohne jeden Schutz mit Röntgenstrahlen gearbeitet, weil er sich die Gefahren nicht vorstellen konnte. Er hat auch die Hand seiner Frau geröntgt- sie starb wie er an Krebs.
Nun gut, ein gewisses Restrisiko von Umweltschäden bleibt erhalten, wobei dieses ganz gewiss viel geringer ist, als bei herkömmlichen Kernkraftwerken. Und der Einfluss auf die Natur ist mutmaßlich auch geringer, als bei Wasserkraft, Solarstrom und Kohlestrom.



Kolinahru hat geschrieben: Mo 18. Mai 2020, 11:53Was wäre z.B. wenn die erschafften Atome in der oberen Atmosphäre unter Strahlung reagieren? Oder wenn sie Strahlenschutzwirksame Atome aus wichtigen Atmosphärenschichten verdrängen, die zwar wenig Rauminhalt haben im Vergleich zug Gesamtatmosphäre, aber große Wirkung?
Na klar, das ist alles irgendwie denkbar.
Praktisch hatte Herr Röntgen damals etwas erschaffen, was niemand vorher kannte, nicht einmal er selbst. Da ist es normal, dass Unvorhergesehenes passieren kann.
Bei der Kernfusion entsteht Helium. Das ist ein Gas, welches schon über hundert Jahre bekannt ist. Man weiß, wie es mit Strahlung, Magnetfeldern und mit anderen Stoffen wechselwirkt. Und die Bedingungen in der oberen Atmosphäre kann man heute schon im Labor simulieren und untersuchen. Hier gibt es nur sehr geringe Chancen, dass dann im laufenden Betrieb etwas Schwerwiegendes und zugleich Überraschendes heraus kommt.

Ohne Risiko - das würde nur funktionieren, indem man total auf Energie verzichten würde.



Kolinahru hat geschrieben: Mo 18. Mai 2020, 11:53Nach einigem Nachdenken und dem Gefühl das BIO tatsächlich etwas inflätionär verwendet wird
Nicht nur inflationär, sondern missbräuchlich.

Manche Lebensmittel nennen sich "Bio". Klar, aber diese Bezeichnung impliziert doch, dass die anderen Lebensmittel nicht biologisch hergestellt worden seien, oder? Sind die etwa chemisch hergestellt? Oder wie sonst?



Pfiffikus,
dem diese Okkupation des BIO-Begriffes schon immer sauer aufstößt
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Sophie0816
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Sophie0816 »

Worma hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 15:46 Ich hoffe, das mit den - zugegeben wenig hübschen - Plastikflaschen drin in den Griff zu kriegen.
Hallo Worma,
haben die Plastikflaschen noch ihren Deckel? Und wenn ja, wieviele Löcher hast du da rein gemacht?
Ich probiere das dieses Jahr auch auf dem Balkon aus.
Worma hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 15:46 In der rechten Tasche vorne das weiße ist der Deckel meines 'Sommercamps' für die Judels.
Hast du damit schon Erfahrungen? Geht das auch, wenn die Sonne auf die Pflanztöpfe scheint? Bei dir scheinen sie lichtgeschützt zu stehen.

@Kolinahru
Ihr habt mich angesteckt. :)
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Worma »

Sophie0816 hat geschrieben: Di 19. Mai 2020, 12:53 Hallo Worma,
haben die Plastikflaschen noch ihren Deckel? Und wenn ja, wieviele Löcher hast du da rein gemacht?
Ich probiere das dieses Jahr auch auf dem Balkon aus.
Die Plastikflaschen haben ihren Deckel noch, mit einem Loch eines 5mm-Bohrers. Bis ca 15 cm hoch sind dann noch weitere Löcher angebracht, damit das Wasser auf unterschiedlichen Höhen in die Erde kommt.
Sophie0816 hat geschrieben: Di 19. Mai 2020, 12:53
Worma hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 15:46 In der rechten Tasche vorne das weiße ist der Deckel meines 'Sommercamps' für die Judels.
Hast du damit schon Erfahrungen? Geht das auch, wenn die Sonne auf die Pflanztöpfe scheint? Bei dir scheinen sie lichtgeschützt zu stehen.
Erfahrung mit Sommercamps für Judels habe ich an einer anderen Stelle. In einem Pflanzkasten ist ein durchlöchertes Abflussrohr mit Deckel (ohne Dichtungsring). Das hat vorletztes und letztes Jahr sehr gut geklappt bisher. Deshalb mach ich es jetzt auch bei der einen Süßkartoffel.
Die Pflanztöpfe stehen bei mir voll in der Sonne. Ich seh darin kein Problem, denn wenn es den Judels im kleinen Behälter zu warm wird, können sie ja durch die Löcher in andere, kühlere Teile der Pflanztaschen ausweichen. Wie gut das alles funktioniert, werde ich im Herbst sehen, wenn ich die Kartoffeln ernte. Je nach dem, wie viele Judeks dann dort aktiv sind.....

Dieses Jahr haben leider ein paar Ameisen beschlossen, in der Wurmröhre im Pflanzkasten ihr Lager aufzuschlagen. (bat) Da bin ich mir noch nicht sicher, wie das ausgehen wird.
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Kolinahru »

@Pfiffikus: Wie wäre es, statt Bio "nachhaltig" zu sagen und statt "normal" (Supermarktessen) "industriell"?
@Sophie: hehe :)
@Worma: Ich schätze mal wie es ausgehen wird: Nicht gut für die Ameisen.
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Kolinahru »

Ich habe heute Physalis, Küchenkräuter und Kumquat Samen ausgesäht. Außerdem viele Sachen umgetopft und die Raketentomaten, die das Blühen bekommen haben rausgestellt- natürlich ordendlich angebunden. Da ich mit einem weichen Pinsel vor den Blüten stand und nicht weiter wusste, muss das mit der Bestäubung die eine Biene machen, die ich vorhin draussen gesehen habe :)
Ich hab ein bisschen Sorge das das im 6. Stock nicht so gut klappt, aber Windbestäubung soll ja auch gehen. Deswegen werden später auch alle Tomaten auf einem Balkon zusammenstehen. Dem mit dem Vogelnetz, damit diese Kackvö- äh- Ratten der Lü- Äh Bernd (der aus der Sesamstrasse) seine Lieblingsvögel, die Tauben mir nicht zuvorkommen, bei der Gurke muss ich mir im Fall des Falles nochwas überlegen.

Beide Balkone sind jetzt voll, und es gab keine Kokosbriketts mehr beim Actionmarkt...eigentlich NIRGENDWO zu kriegen. Hab vorgestern ne halbe Weltreise unternommen (wir haben hier in der Periferie mehrere Baumärkte)
und dann doch die B1 Erde gekauft.

Das ist ja ein Mist- da ist einfach gehäckselter Kram drin- wenn das so aus meinem Wurmkomposter rauskäme, wäre es nicht fertig!
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Pfiffikus »

Kolinahru hat geschrieben: Mi 20. Mai 2020, 23:18 @Pfiffikus: Wie wäre es, statt Bio "nachhaltig" zu sagen
Sachlich würde das eher passen.
Praktisch dürfte die Marketingabteilung etwas dagegen haben. Und letztendlich hat sich der missbräuchlich verwendete Begriff schon irgendwie im Sprachgebrauch etabliert.

und statt "normal" (Supermarktessen) "industriell"?
Dieser Begriff passt weniger.
Die Agrarindustrie ist auch in der Lage, nach den "Bio"-Kriterien zu produzieren. Deshalb wäre das I-Wort nicht typisch. "Modern" würde da eher passen.


Pfiffikus,
der kaum noch Chancen für eine Umbenennung sieht
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Lobenten »

Kolinahru hat geschrieben: Mi 20. Mai 2020, 23:18 @Pfiffikus: Wie wäre es, statt Bio "nachhaltig" zu sagen und statt "normal" (Supermarktessen) "industriell"?
Finde ich unpassend, da der Umstieg ja wahrscheinlich die Erträge schmälert.
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Kolinahru »

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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Stadtfarmerin »

Bei mir läuft gerade der Versuch, einen Kräuterseiling (Speisepilz) durch Klonen zu vermehren. Die Idee habe ich von hier: https://kulturpilz.de/viewtopic.php?f=60&t=3150

Soll nicht so einfach sein, aber hey, mich interessiert es zu schauen wie weit ich komme, ob sich da was entwickelt draus. Die Freude am Experimentieren steht hier klar im Vordergrund.

Ich habe also kleine Stücke aus dem Inneren des Stiels zusammen mit feuchten Pappestücken in zuvor ausgekochte Marmeladegläser und Plastikeimerchen mit Deckel gegeben. Die Deckel haben in der Mitte ein Loch und sind wieder zugeklebt mit einem luftdurchlässigen Klebeband. Stehen so seit Sonntag im warmen dunklen Küchenschrank.

Wenn die Pappe mit Myzel überwuchert ist kann ich weiter "füttern", also mit einer feinen Schicht Kaffeesatz z. B. Wenn dieser überwachsen ist, weiter füttern, ....

Sollte ich soweit kommen, dass das Glas irgendwann voll ist, ohne dass der Schimmel schneller war, kommt der nächste Schritt. Dann wird der "Inhalt" des Glases, ca. 300 ml, zerkleinert und mit z. B. 3 kg überbrühten Strohpellets in einen großen Zipp-Beutel gegeben. Die Pellets werden ebenfalls vom Myzel durchwachsen, und der Pilz beginnt zu fruchten.

Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. 2 Gläser und 2 Eimerchen habe ich angesetzt. Wenn es jemand interessiert kann ich ja hin und wieder berichten wie es läuft. Macht jedenfalls Spaß.

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Viele Grüße
Christina
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