Neues Wurmcafé – Update

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Pfiffikus
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Re: Neues Wurmcafé – Update

Beitrag von Pfiffikus »

Mr.Ed hat geschrieben: Fr 16. Apr 2021, 15:25 (1) Wie ist es mit zerkleinerten und gemörserten Eierschalen? Alles von gekochten Eiern, sollte also frei von Salmonellen sein.
Bei gekochten Eiern würde ich auch Entwarnung geben.

Bei Salmonellen handelt es sich um Mikroben, die sich mit Proteinen von Hühnern, Hühnereiern und von Menschen ernähren sowie relativ warme Temperaturen mögen. In einer Wurmfarm finden sie ein total anderes Milieu vor, so dass es ihnen da drin keinesfalls gut gehen wird. Und dann haben wir in der Farm noch Milliarden von kleinen Helfern, die sich von Pilzen und Bakterien ernähren und deshalb über jeden Nahrungshappen, auch über eine Salmonelle, sehr freuen. Ob die in der Wurmfarm lange überleben?

Und wenn doch einige Salmonellen überleben sollten - na und? Hast Du die Absicht, von Deinem Kompost eine Probe direkt zu kosten oder zu verspeisen?

Eine Verwendung im Blumentopf oder im Beet halte ich für unkritisch. Denn die Salmonellen werden es auf keinen Fall schaffen, die Epidermis der Wurzeln zu durchdringen. Gemüse, das damit gedüngt wurde, wäre trotzdem frei von Salmonellen.


Mr.Ed hat geschrieben: Fr 16. Apr 2021, 15:25 (2) Soll man die Wurmerde regelmäßig wenden (durcharbeiten, umgraben)? Oder lieber in Ruhe lassen?
Das kann man machen. Insbesondere, wenn das Substrat einmal nur angehoben und ein wenig gelüftet wird, ist das sehr förderlich für die Zersetzung des Substrates.
Die Würmer bekommen das zwar mit. Ob es ihnen gefällt, wissen wir nicht. Aber was sollen sie machen? Und wie gut ihr Erinnerungsvermögen in ihren 5 Gehirnen ist, wissen wir nicht. Möglicherweise finden Forscher in den kommenden Jahrzehnten heraus, dass sie dieses Erlebnis nach wenigen Minuten wieder vergessen haben?

Praktisch pass bitte auf, dass Du keine oder nur möglichst wenige Tiere bei dieser Wühlerei verletzt. Und Du musst ja nicht jeden Tag wühlen.

Mr.Ed hat geschrieben: Fr 16. Apr 2021, 15:25 (3) Wie ist es mit Eierkartons? Ich dachte, diese Kartons (Bio-Eier) seien besonders schadstoffarm, weil sie ja zur Verpackung von Lebensmitteln gehören. Nun lese ich hier, dass diese Kartons ganz besonders „dreckig“ seien.
Darüber gibt es hier geteilte Meinungen. Letztendlich handelt es sich um verwertetes Altpapier. Wie hoch darin Schadstoffe konzentriert sind, können wir Laien nicht messen.

Praktisch ist es immer gut, wenn Du ihnen etwas Zellulose reichst. Wenn Du das mit weißem Papier machst, geht das auch. Das wurde weiß gebleicht. Und unter Umständen mit Tinte beschrieben oder bedruckt.

Mr.Ed hat geschrieben: Fr 16. Apr 2021, 15:25 (4) Wie wende ich den Gartenkalk an, den ich mir jetzt von Wurmwelten besorgt habe? Welche Menge? Wie einarbeiten?
Wie das Mehl von Eierschalen.

Einfach in regelmäßigen Abständen das gegebene Futter damit "würzen". Überdüngen kannst Du damit kaum.



Pfiffikus,
der das ebenso handhabt
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Mr.Ed
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Hanf-Einstreu

Beitrag von Mr.Ed »

Melde mich noch mal, lang her. Ich hatte mir mal Hanf-Einstreu gekauft, 30 l, kleinste Größe. Dachte, das würde den Tierchen schmecken. War aber zunächst mal nicht. Das Zeug ist zu hart, die Würmer stehen nicht darauf. Nun habe ich dieses Einstreu eine Woche lang in Wasser angesetzt, damit die Fasern einweichen können, und versuche jetzt, es portionsweise zu verabreichen. Mal sehen ob das klappt!
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Wurmofant
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Re: Neues Wurmcafé – Update

Beitrag von Wurmofant »

Hanf-Einstreu und auch anderes Streu kipp ich auch uneingeweicht in die Farm. Nicht um den Würmern was Gutes zu tun, sondern eher in Form von gebrauchtem Einstreu vom Hamster. Das dauert sicher ein Stück, bis es für die Würmer essbar wird, aber das ist mir nicht wichtig. Bis es soweit ist gibt es dem Kompost etwas Struktur und Lockerheit. Unten angekommen ist vom Einstreu dann später nichts mehr zu erkennen. Meiner Meinung nach ist Einweichen nicht nötig, die Wurmfarm ist feucht genug, so dass das von selbst geschieht. Aber ist ok, klappt beides, dauert nur verschieden lang.
Denk nicht mal an Flucht (bat)
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