Unnatürliche Stoffe im Boden

Gibt es Probleme in der Wurmfarm? Möchtest Du Deine Can-o-Worms verbessern oder Dein Wurm Cafe säubern? Hier gibt es Tips und Fragen auf häufige Antworten!
Eberhard
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Eberhard »

Hast Du Anhaltspunkte dafür, dass sie sich bei Partikeln aus Plastik anders verhalten?
Nicht selber, obwohl ich wöchentlich versuche, den Kopf in die Erde zu stecken und den Haarwurzeln, die man ja mit bloßen Augen nicht erkennen kann, bei ihrer Arbeit zuzusehen. Somit konnte ich auch keine Sinnesorgane dieser Haarwurzeln identifizieren, die es ermöglichen, bei der endozyotischen Aufnahme eine Unterscheidung vorzunehmen.
Die wissenschaftliche Einrichtung, die so etwas könnte, müsste sicher erst entsprechend motiviert werden, an solche Überlegungen überhaupt erst einmal zu denken geschweige denn dazu Studien zu betreiben.
Üblicherweise geschieht so etwas in der Natur nur, wenn ein Organismus
- davon profitiert oder
- dazu gezwungen wird.
Das ist jetzt Wissen oder bloß eine Eigenspekulation?
Ich würde behaupten wollen, dass ein Lebewesen solche Versuche, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit des Eigenerfolges bei unter, ggf. deutlich unter 100 Prozent liegt, fortlaufend wiederholen wird, wenn es schon in der DNA hinterlegt ist.

Die Themenaufspaltung ist natürlich extrem sinnvoll. Meine Fragestellung auf Themenklarheit bezieht sich dann auch schon auf den abgetrennten Thementitel und -inhalt. Fragen wie "kann man das auch rein tun" und Formulierungen wie "entsorgen" und "Endlager" sagen in meiner Vorstellungswelt etwas völlig anderes aus als Unabsichtlichkeit und Akzeptieren von Rest- und Spurenmengen.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Blub
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Re: Abdeckung-Was benutzt du?

Beitrag von Blub »

Pfiffikus hat geschrieben: Sa 16. Jan 2021, 15:30
Blub hat geschrieben: Sa 16. Jan 2021, 14:22 Jedenfalls will ich nur darauf hinweisen, dass ich zuletzt Auszüge aus Wikipedia über die möglichen, aber auch schon REALEN Problemen durch Mikroplastik.
Ja, die habe ich zur Kenntnis genommen.
Hier wird mehrfach ehrlicherweise darauf hingewiesen, dass die Partikel im Verdauungstrakt gefunden wurden. Oder in anderen Teilen der Organismen, die wir üblicherweise nicht verzehren.

Im Moment sehe ich persönlich keinen Anlass, meine im letzten Beitrag beschriebenen Überlegungen als falsch zu verwerfen. Daran ändert der Wikipedia-Artikel auch nichts.
Der Wiki Artikel nenn genüend Fälle, in denen die Natur unter Mikroplasik leidet. Also Schädlcihkeit wurde schon nachgewiesen.
Nebst beschreibt der Artikel auch, warum wir noch so wenig über die Auswirkungen wissen.
Ich kann deinen Standpunkt daher nicht nachvollziehen.

Blub hat geschrieben: Sa 16. Jan 2021, 14:22 Wir wissen letztendlcih nciht um die wirklichen Schäden an der natur und vlt auch Menschen, weswegen man generell ruhig auf plastik verzichten kann, wenn es nicht notwendig ist.
Wir beiden sind uns einig, dass es gilt, Schäden zu vermeiden. Keine Frage!
Über die Berufung auf Unwissenheit hatte ich schon etwas geschrieben.
ja, darauf hatte ich dir auch schon geantwortet, dass ich selbst das generelle ablehnen einer sache nur aus unwissenheit ablehne!

Aber das ändert nichts daran, dass es ein berechtigtes Argument ist VORSICHTIG zu sein, wenn wir um mögliche Schäden noch nicht wissen und schon schäden beobachten.

In dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel unterscheiden wir uns noch ein wenig.
  • Du würdest lieber möglichst ganz auf Plastik verzichten.
  • Ich plädiere nicht für einen solchen Verzicht, sondern dafür, dass eine Verbringung und Entsorgung in der Natur vermieden wird. Gerne darf das auch unter harte Strafen gestellt werden.
Nur in dieser speziellen Detailfrage scheinen unsere Meinungen noch auseinander zu gehen.
Ja, wenn es nicht sein muss, kann man ruhig auf andere Materialien zurück greifen.
Wenn es um gezielte Meeresschutzmaßnahmen gehen sollte, dann würde ich es für sinnvoller halten, wenn Deutschland oder die EU im Rahmen der Entwicklungshilfe lieber ordentliche Entsorgungssysteme in den betroffenen Ländern, die Plastik über die Flüsse entsorgen, fördern würde.
Dagegen habe ich nichts einzuwenden.

Wir hätten nur die Möglichkeit, hier in Deutschland, allenfalls in der EU den Einsatz von Plastik zu verbieten und vermeiden. Praktisch hat es für die Umwelt und für die Meerestiere keinerlei Nutzen, dass in Deutschland künftig keine Wattestäbchen mit Plastikstiel mehr verkauft werden dürfen, obwohl die keine Chance haben, aus deutschen Badezimmern ins Meer zu gelangen.
Also gut, du hast keine Wattestäbchen gefunden.
wieviele Wattestäbchen nun auch immer tatsächlich im meer landen, und ob die überhaupt schwimmen?
Das meiste plastik schwimmt nicht und landet daher vlt auch vermindert am strand.
Also alles in allem bleibt das ganze eher offen.
Pfiffikus,
der diesen nutzlosen Wattestäbchen-Aktionismus verurteilt, weil in Brasilien weiterhin Plastik-Wattestäbchen verkauft, verwendet und in landestypischer Art und Weise entsorgt werden dürfen
Das sehe ihc halt ganz anders. Überall, wo wir problemlos Plastik einsparen können, würde ich auch einsparen. Kleinvieh macht auch Mist. Also selbst WENN die belastung ausgerechnet Wattestäbchen verhältnismäßig gerin ist, ist es eine von vielen Quellen, wo man einsparen kann. Muss, naja, müssen natürlich nicht.
Aber ich persönlich finde das Gesetz vernünftig.
Eberhard
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Eberhard »

Die Fixierung der Überlegungen auf Wattestäbchen und bestimmte Plastetüten usw. ist doch sehr abstrus und einladend für emotionalisierte Diskussionen ins Nirgendwo.

Ein Test, den jeder machen kann: Man lasse mal ausnahmsweise das Auto stehen und bewege sich zu Fuß entlang von Landstraßen, insbesondere in der Nähe von Fastfoodrestaurants und Kaufhallen und schaue, was man da so findet und was also manche, aber genügend Menschen so tun und hinterlassen und was Realität ist, auch hierzulande.

Jede Regelung und jedes Gesetz wäre unnötig, wenn die Menschen selbst den Sinn von Nichtverschmutzung der Umwelt akzeptieren und eigenverantwortlich und -bestimmt danach handeln würden, so ganz ohne Bürokratie und EU.
Eine Regel selber greift sich einige Einzelpunkte heraus und wird durch die unbedingte Umsetzung dann entsprechend der realen Randbedingungen alle Farben von dringend notwendig bis total sinnfrei bedienen. Man kann das so oder anders sehen, aber desweilen hilft nur reden nicht: 400 Euro Strafe für den weggeworfenen Zigarettenstummel!
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Pfiffikus »

Glück Auf Eberhard,
Eberhard hat geschrieben: So 17. Jan 2021, 10:29 Man kann das so oder anders sehen, aber desweilen hilft nur reden nicht: 400 Euro Strafe für den weggeworfenen Zigarettenstummel!
Hundertprozentige Zustimmung!

Da Apelle nicht genug wirksam sind, kann die Natur durch mehrere Maßnahmen sauber gehalten werden.
[ ] Verbot von solchen Fastfood-Restaurants,
[ ] Verbot, die Verpackungen in die Natur zu schmeißen
[ ] Harte Strafen für die Unbelehrbaren
Einfach mal ankreuzen!

Wir beide würden wahrscheinlich die beiden unteren Zeilen ankreuzen..

Und jetzt übertragen wir das mal auf die Herstellung und Verwendung von Artikeln aus Plastik. Es muss verhindert werden, dass diese im Meer landen.



Pfiffikus,
der beobachtet, dass bei diesem Plastikthema viel zu viele Leute die erste Variante ankreuzen würden
Eberhard
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Eberhard »

Ein Nachdenken über die Notwendigkeit von verschiedenen "Verpackungen" sollte man aber nicht unterschlagen.

„Coffee-to-go“ und zugehörige Einwegbecher sind jetzt kein Kulturgut, was uns seit Christi Geburt begleitet und unverzichtbar ist, sondern eine Erscheinung der allerletzten Jahre. Ob das KULTUR ist, nebenbei im Laufen etwas runterzuschlurfen und quasi den Wegwerfmüll wie selbstverständlich zu benutzen, würde ich persönlich verneinen. Kultur ist, wenn man seinen Kaffee in einer schönen Tasse und in ruhiger Atmosphäre genießt, am Ende gar in einem Kulturtempel wie einem Kaffeehaus, Café usw.

Es ist also schon eine Überlegung inklusive schlüssigem Verhalten wert, ob ich mich vor die Entscheidung stelle, den Wegwerfbecher ordentlich zu entsorgen oder irgendwie verlierend loszuwerden, oder ob ich mich erst gar nicht in die Situation bringe, einen Wegwerfbecher benutzen zu müssen und dabei dann überhaupt eine Produktion inklusive Ressourcenverbrauch und Inverkehrbringung dieser anrege.

Auch hier könnte man mit den Füßen abstimmen und wäre nicht zwingend auf Gesetze von oben und auf Beschneidungen der eigenen Freiheit, alles zu tun zu können, angewiesen. Da wäre allerdings etwas Verstand und Verantwortungsgefühl erforderlich.

Besagte Becher sind hier nur ein Beispiel von vielen. Es wird vieles erzeugt, um es nur zu verkaufen, anzugucken und wegzuwerfen. Über bspw. die Modeindustrie, die einem klarmacht, dass man sein vorhandenes Zeug wegwerfen und durch neues ersetzen muss, um dann nicht selten nach gewisser Zeit eine neue Runde mit praktisch dem gleichen Zeug von "damals" zu drehen, ist außerhalb jeder Diskussion. Aber jene, die sich als Kleiderständer dazu verdingen wollen, genießen höchste Aufmerksamkeit.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Ilmarinen »

Ein Kreislaufsystem, das dazu einen m.E. guten Ansatz verfolgt, ist Cradle to Cradle.
Hier gibt es zwei Stoffkreisläufe:
1. Ein biologischer Kreislauf: Alle Produkte, die durch Gebrauch oder Abnutzung in die Natur gelangen, müssen neutral oder gut für die Natur sein.
2. Ein technischer Kreislauf: Bei der Auswahl und Kombination der Stoffe muss darauf geachtet werden, dass sie gut trennbar und komplett recyclebar sind.
So entstehen zwei geschlossene Kreisläufe, die sich durchdringen.
Hier ein recht gutes und kurzes "Erklärvideo"https://www.youtube.com/watch?v=g1tIGLy3PHw&t=1s[/youtube]
Es gibt bereits Produkte und Projekte, die C2C-zertifiziert sind.

Herzliche Grüße
Jörg
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo Jörg,

ja, das ist schon eine feine Sache, von der wir alle hier begeistert sind. Gerade dieses Forum steht ja mehr als die meisten anderen Foren im Zeichen von Recycling. Darüber gibt es hier überhaupt keine Frage.

Für mich ist die Frage, ob es gelingen wird, dass die Leute ihre Hinterlassenschaften so sorgfältig trennen, dass eine Wiederverwertung der gesammelten Abfälle/gebrauchten Produkte möglich sein wird. Solange Produkte sortenrein sortiert beim Recycler ankommen, ist ein hohes Maß an Wiederverwertung möglich. Beispielsweise können wir das bei Autos beobachten. Einwegflaschen werden in den Supermärkten sehr sortenrein gesammelt und lassen sich aus diesem Grunde zu einem hohen Prozentsatz wiederverwerten. Wenn Elektrogeräte ordentlich abgegeben werden, kann vieles wiederverwertet werden. Das ist schon fast C2C, nur ohne Zertifikat.

Werden die Abfälle/gebrauchten Produkte allerdings erst irgendwie mit anderen Dingen gemischt, ist ein sortenreines Recycling nicht mehr mit vertretbarem Aufwand möglich. Eine sortenreine Erfassung von allen möglichen kleinen Alltagsgegenständen halte ich für fast ausgeschlossen/unbezahlbar.



Pfiffikus,
der deshalb eine flächendeckende Einführung von C2C noch nicht in Sichtweite sieht
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Ilmarinen »

Hallo Pfiffikus,
ich gebe Dir da recht. Ich bin ein fast fanatischer Mülltrenner. Aber auch mir kommen Zweifel auf, wenn ich höre wie wenig von der Gelben Tonne letztendlich wirklich wiederverwertet wird und nicht nur so beziffert wird, weil thermische Verwertung ja auch eine Verwertung ist. Das bremst mein Engagement.
Anderes Beispiel: Ich habe Knopfzellen gekauft. Die Verpackung ist oben Plastik und unten Pappe. Die beiden Stoffe lassen sich auch mit größter Anstrengung nicht ordentlich trennen. Die Sahne- und Joghurtbecher aus dem Bioladen sind dagegen innen Plastik und außen Pappe, die nur an einer Stelle leicht angeklebt ist.
Um bei Deinem Beispiel mit den Einweg-Pfandflaschen zu bleiben. C2C schlägt dafür vor, dass es quasi nur noch Verpackungen mit Pfand gibt. Ich kaufe also nur den Inhalt und leihe mir die Verpackung. Ebenso ist es auch mit Möbeln und selbst mit Teppichboden. Ich erwerbe das Nutzungsrecht und der Hersteller nimmt danach den Gegenstand zurück. Er ist dann auch daran interessiert, dass sich die Stoffe gut und einfach wiederverwerten lassen. Das wird auch schon so umgesetzt. Könnte man bei Handys etc. auch problemlos machen.

Herzliche Grüße
Jörg
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo Jörg,
Ilmarinen hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 10:46 weil thermische Verwertung ja auch eine Verwertung ist.
... und keine Schlechte!
Bitte denke immer daran, dass für jede Tonne Plastik, die in die Zementindustrie wandert, kann eine Tonne Kohle dauerhaft in der Erde bleiben. Diesen Effekt vergessen viele Leute.

Ilmarinen hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 10:46 Anderes Beispiel: Ich habe Knopfzellen gekauft. Die Verpackung ist oben Plastik und unten Pappe. Die beiden Stoffe lassen sich auch mit größter Anstrengung nicht ordentlich trennen.
Für die thermische Verwertung ist das auch nicht nötig.

Ilmarinen hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 10:46 Die Sahne- und Joghurtbecher aus dem Bioladen sind dagegen innen Plastik und außen Pappe, die nur an einer Stelle leicht angeklebt ist.
Sehr gut!
Die Kundschaft dieses Ladens wird sich zum großen Teil die Mühe machen, die beiden Stoffe getrennt zu sammeln.

Ilmarinen hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 10:46 Um bei Deinem Beispiel mit den Einweg-Pfandflaschen zu bleiben. C2C schlägt dafür vor, dass es quasi nur noch Verpackungen mit Pfand gibt. Ich kaufe also nur den Inhalt und leihe mir die Verpackung.
Das ist allerdings nur praktikabel, wenn es ein übergreifendes Erfassungssystem gibt. Mit Schrecken erinnere ich mich noch an die Anfänge vom Merkelschen Flaschenpfand. Damals konnten wir die die Flaschen nur gegen Vorlage des Kassenzettels dort zurück geben, wo wir die gekauft hatten. So richtig praktisch, wenn Du mal in den Urlaub fahren willst...

Ilmarinen hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 10:46 Ebenso ist es auch mit Möbeln und selbst mit Teppichboden.
Wenn wir Möbel entsorgen, dann werden die hier üblicherweise einmal im Monat kostenlos abgeholt und der Entsorger führt das Zeug einer thermischen Verwertung zu (und spart dadurch die Verbrennung der entsprechenden Menge Kohle). Also zerlege ich die Möbel und zerschneide gebrauchte Bodenbeläge, um sie leichter vor die Tür tragen zu können.
Mit wie viel Pfandgeld willst Du mich denn dazu verführen, diese gebrauchten Sachen im Ganzen wieder hinaus zu tragen und per Spedition wieder zu irgendeinem Händler zu befördern?

Ilmarinen hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 10:46 Ich erwerbe das Nutzungsrecht und der Hersteller nimmt danach den Gegenstand zurück.
Jetzt bist Du des Wahnsinns fette Beute?
Die Verbraucher sollen den Händlern zusätzlich zum Kaufpreis noch weiteres Geld leihen? Centbeträge reichen da nicht, siehe oben! Junge Leute, die sich neu einrichten müssen, haben ohnehin genug Geld für eine solche Geldanlage in Form von Möbeln und Bodenbelägen übrig.
Woher will ich denn wissen, ob es diesen Händler in 20 Jahren oder noch später, wenn ich mich von diesen Möbeln wieder trenne, überhaupt noch gibt? Soll ich zusätzlich zu meinem Testament noch eine Liste hinterlassen, wo ich welche Möbel gekauft hatte?
(Wir hatten mal einen Wasser-Aufbereiter mit CO²-Sprudler. Für die Flaschen wurde 22€ Pfand kassiert. Austausch war lange Zeit kein Problem. Doch die endgültige Rückgabe, als das Gerät seinen Geist aufgab, scheiterte nicht nur an dem fehlenden Kassenzettel des Erstkaufes, sondern letztendlich an der Insolvenz des Anbieters.)

Er ist dann auch daran interessiert, dass sich die Stoffe gut und einfach wiederverwerten lassen. Das wird auch schon so umgesetzt.
Inwieweit sich gebrauchte Möbel wieder zu neuen Möbeln recyceln lassen und welche Technologien dazu bereits existieren, entzieht sich meiner Kenntnis.


Pfiffikus,
der meint, dass die Idealisten diese Vision nicht ganz bis zu Ende gedacht haben
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Re: Unnatürliche Stoffe im Boden

Beitrag von Ilmarinen »

Jetzt bist Du des Wahnsinns fette Beute?
Die Verbraucher sollen den Händlern zusätzlich zum Kaufpreis noch weiteres Geld leihen? Centbeträge reichen da nicht, siehe oben! Junge Leute, die sich neu einrichten müssen, haben ohnehin genug Geld für eine solche Geldanlage in Form von Möbeln und Bodenbelägen übrig.
Woher will ich denn wissen, ob es diesen Händler in 20 Jahren oder noch später, wenn ich mich von diesen Möbeln wieder trenne, überhaupt noch gibt? Soll ich zusätzlich zu meinem Testament noch eine Liste hinterlassen, wo ich welche Möbel gekauft hatte?
Nein, da hast Du mich falsch verstanden. Man bezahlt kein Pfand oben drauf, sondern zahlt sozusagen nur das Nutzungsrecht und gibt das Produkt nach Ende der Nutzungszeit wieder ab. Also Quasi nur gemietet.
Ein hamburger Teppichboden Hersteller macht das schon: https://www.youtube.com/watch?v=xntbZmNQWaQ[/youtube].

Herzliche Grüße
Jörg
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