Dendrobenas überlebten nicht

Wie züchtet man Angelwürmer? Wie bekommt man fette Dendros? hier findet Ihr die Antworten...
ProFredi
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Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von ProFredi »

Anfang August 2021 Dendrobena gekauft ca. 330 Stück mit 6 Liter Eimer zum aufebwahren,
haben sich sehr gut entwickelt, Anfang September schon viele kleine Würmer gesichtet.
Immer mit dem mitbestelltem Futter gefüttert und die erde auch immer befeuchtet, wurde auch sehr gut angenommen, war immer nach 2 bis 3 Tage weg, Zimmertemperatur betrug 19°.
Ich habe ca. 70 Würmer bis Ende Oktober entnommen, waren alle immer sehr lebhaft.
Auf der halben Oberfläche habe ich Pappe geleget die immer sehr feucht (eigentlich nass war)
da habe sich auch immer sehr viele Würmer befunden, habe auch die Erde immer feucht gehalen.
Im November wurde die Heizung angestellt, Zimmertemperatur war dann 21° und habe 2 Wochen
die Würmer wegen Urlaub nicht beaufischtigen können. Sie wurden davor mit genügend Futter
hinterlassen, nach dem urlaub war die hälfte des Futters noch da, da wurde ich etwas stutzig.
Da nach ein paar Tagen das Futter nicht weniger wurde, hab ich den Eimer durchsucht.
Es war kein einziger Wurm mehr drin, was hab ich da falsch gemacht?
Die 2° Temperaturunterschied können das doch nicht audgemacht haben.
Die Erde hat auch nicht anders gerochen und abgehauen können sie auch nicht sein.
Das verwesen der Dendrobenas kann doch auch nicht anders riechen als das Verwesen von Tauwürmern
und die stinken ganz schön.
Was hab ich da falsch gemacht, hab vor mir demnächst wieder Dendrobenas zu kaufen.
Was muss ich dann besser machen?
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Wurmcolonia
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo ProFredi,

erst einmal ein herzliches (willkommen) im Forum.

Der Verlust deiner Würmchen tut mir wirklich leid für dich. So etwas sollte man als Wurmfarmer wirklich nicht erleben müssen.

Eigentlich hört es sich ja sehr gut an, was du alles gemacht hast mit deinen Judels.

Deshalb ist der einzige Gedanke, der mir kommt, wenn ich lese, dass die Würmchen drinnen stehen, die Heizung läuft, die Temperatur auf 21°C (trockene Heizungsluft!) gestiegen ist und das Substratvolumen nur 6 Liter beträgt, dass dsa Substrat in den zwei Wochen ohne frisches Futter möglicherweise ausgetrocknet sein könnte.

Wenn dies so gewesen sein sollte, wären die Würmchen erstickt, da sie durch die Haut atmen und diese deshalb Feuchtigkeit benötigt, und anschließend vertrocknet. Dadurch wären sie geschrumpft zu so etwas was ähnlich wie kleine Stöckchen aussieht und deshalb nicht verwest, so dass du keinen Verwesungsgeruch vernehmen konntest. Die Mitbewohner der Würmchen, die die Trockenheit überlebt haben, hätten den Rest erledigt.

Bei deinem nächsten Urlaub müsstest du daher dafür sorgen, das das Substrat in dieserr Zeit nicht asutrocknen kann. Ein größerer Behälter mit mehr Substrat und damit auch mehr Platz für die Würmchen würde zudem nicht so schnell austrocknen. Eine Eurobox mit Deckel (Luftlöcher nicht vergessen!) wäre eine kostengünstige Lösung dafür.

Mit deinen nächsten Würmern wünsche ich die mehr Glück. Neue Dendros findest du übrigens im Shop von Wurmwelten.de (dem Betreiber dieses Forums) schon ab einer Stückzahl von 500. Die sind mit Sicherheit günstiger als die Würmer aus dem Anglershop. Ich habe selbst Dendros von Wurmwelten und kann sie sehr empfehlen ;) .

Herzliche Grüße
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von ProFredi »

Erst mal vielen Dank für deine Begrüssung und dein Mitgefühl an meinen ehemaligen Würmer.

Hätte nicht gedacht, das da 2° mehr so viel aus machen könnte, war anfänglichst eher der Meinung das 19° zu kühl sein könnte, aber da sie sich ja vermehrten war ich dann doch beruhigt.
Wenn ich so überlege, so richtig feucht war die Erde beim Durchsuchen des Eimers eigentlich nicht mehr.

Einen grösseren Behälter werd ich mir besorgen, das hatte ich schon kurz vor meinem Urlaub vor, bin aber (leider) nicht mehr dazugekommen.

Werd es dann nochmals mit 500 Würmern probieren und beim nächsten Urlaub einen Wurmsitter suchen und sie dann hoffentlich länger als nur ca. 3 Monate überleben.

Vielen Dank

ProFredi
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo ProFredi,

wenn du einen größeren Behälter für deine neuen Dendros zurecht machst, dann brauchst du auch mehr Substrat für sie. Der größere Behälter allein nützt nämlich nichts. Es geht vielmehr darum, dass mehr Substrat nicht so schnell austrocknet wie eine kleinere Menge.

Wenn du im Herbst/Winter die Heizung andrehst, dann sinkt für gewöhnlich im Raum die Luftfeuchtigkeit. Das führt dann dazu, dass das Substrat der Würmchen schneller austrocknet. Deshalb muss man in einem geheizten Raum darauf achten, dass das Substrat ständig feucht genug ist.

Die Temperatur von 21°C ist genau richtig für Dendros. Sie fühlen sich in einem Bereich zwischen 20°C und 25°C am wohlsten. 19°C ist aber bei weitem nicht zu kalt für sie.

Wenn du deinen neuen Dendros ein größeres Behältnis mit mehr Substrat spendierst, hast du im Übrigen auch die Chance, dass sie sich fleißig vermehren werden. Ob und in welchem Umfang sich Kompostwürmer vermehren, hängt u.a. vom Platzangebot ab. Sie werden aber nie zu viele für deine Wurmfarm :o . Da musst du keine Angst haben ;) .

Für einen Neustart mit neuen Dendros wünsche ich dir viel Erfolg und ganz viel Spaß mit den Judels.

Herzliche Grüße
Wurmcolonia
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von ProFredi »

Hallo Wurmcolonia,

das mit grösserem Behälter und mehr Substrat ist schon klar.

Was ist bei dir feucht genug?

Vermehrt hatten sie sich ja schon, waren bestimmt 30 so kleine Würmchen, die ich da gesehen habe.


Danke nochmals für deine Wünsche und Hilfe

ProFredi
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo ProFredi,

für die Feststellung, wann es in einer Wurmkiste feucht genug ist, gibt es einen einfachen Test: Man nimmt eine handvoll Substrat (natürlich ohne Würmer und Kokons etc.) und drückt es aus. Wenn ein paar Tropfen Wasser herauskommen, ist die Feuchtigkeit genau richtig.

Dendros lieben es nach meiner Erfahrung durchaus auch noch ein wenig feuchter. Sie tummeln sich gerne an den nassesten Stellen. Aber, man muss halt aufpassen, dass es nicht zu nass wird, da es sonst an zu müffeln fängt. Gegensteuern kann man ganz gut mit trockenem, geknüllten Zeitungapapier oder trockenen Pappschnipseln z.B. von Versandkartons o.ä. Papier oder Pappe o.ä brauchen sie sowieso zur Versorung mit Kohlenstoff.

Herzliche Grüße
Wurmcolonia
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von ProFredi »

Hallo Wurmcolonia,

vielen Dank für deine Bemühungen, oben wars schon immer richtig feucht/nass, aber unten da hab ich nicht reingegraben. Da kommt jetzt bei mir die Frage auf, das sich ein Teil oben im nassen aufgehalten hat und ein Teil der Würmer über den ganzen Zeitraum sich vielleicht schon früher verabschiedet hat und den Rest hat mein Urlaub dazu beigetragen.
Wenn ich Würmer benötigt habe, hab ich sie eigentlich immer von oben entnommen.
Gruß

Fredi
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo ProFredi,

leider bin ich keine Verhaltensanalystin für Kompostwürmer. Daher kann ich dir nicht sagen, wie sich Würmer verhalten, wenn es im Substrat unten zu trocken wird, es weiter oben aber feuchter ist.

Allerdings habe ich umgekehrt bereits beobachtet, dass sich ganz unten im Substat, wo es besonders nass war, viele Würmer tummelten, während es oben, wo es nur feucht war, sich keine Würmer knubbelten.

Herzliche Grüße
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von Trulllla »

Das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Meine Kompostwürmer sind vor einer Weile von der Kiste in den Kompost umgezogen und da finde ich sie bevorzugt dort, wo es tendenziell nass ist, also zB in aneinander klebendem nassen Laub.
Und in der Wurmkiste vorher was das auch so. Was ich eigentlich als zu nass bezeichnet hätte, da fanden sich am meisten Würmer.
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Re: Dendrobenas überlebten nicht

Beitrag von Worma »

Trulllla hat geschrieben: Mo 28. Mär 2022, 00:29 Das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Meine Kompostwürmer sind vor einer Weile von der Kiste in den Kompost umgezogen und da finde ich sie bevorzugt dort, wo es tendenziell nass ist, also zB in aneinander klebendem nassen Laub.
Und in der Wurmkiste vorher was das auch so. Was ich eigentlich als zu nass bezeichnet hätte, da fanden sich am meisten Würmer.
Könnte es sein, dass die "Faustformel", um den richtigen Feuchtigkeitsgehalt festzustellen, dann gar nicht so passend ist? :?:
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