Jörgs Wurmtonnen

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maddin81
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von maddin81 »

hey

das ist ja mal eine super idee mit dem aufsetzen der erntereifen schüssel ganz oben. da wär ich nie drauf gekommen aber es ist perfekt. wenn man mit einer lampe arbeitet sollte das auch in aller ruhe an 1 tag möglich sein zu ernten. ich hab bisher immer alles auf eine plane gekippt bei tageslicht und dann cm für cm abgegraben bis nurnoch würmer auf der plane lagen. geht auch gut und man erwischt auch gut 95% der würmer aber deine methode is evtl besser und schonender da man die würmer im idealfall ja garnicht mehr anfassen/ raussammeln muss.
danke für den super tipp ;0)

lg martin
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Honeymaus03
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von Honeymaus03 »

ja, das oben aufsetzen u. dann noch extra beleuchten wird den vorgang bestimmt beschleunigen.
da ich zeit habe, arbeite ich lieber mit sonnenlicht ;) besonders bei den aktuellen strompreisen.
es grüßt ganz lieb die
Honeymaus

Info: Meine Wurmlinge wohnen in einer Wormbox (gestartet Anfang Juni 2023)
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kuno
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von kuno »

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und alle 62 Wurmfarm Tagebücher durchgelesen im Verlauf des Wochenendes.

Dabei habe ich festgetsellt, dass hauptsächlich stapelbare Boxen aus Plastik eingesetzt wurden (2,3,4...)

Dazu dann noch Kisten aus Holz mit vertikaler Aufteilung ( 2 Kammern). Kisten aus Plastik (50 - 90...Liter).

Einmal nur ein Glasturm von großer Höhe und dann noch Eimer (meist nur wenige Liter bis 10, maximal 20 Liter).

Plastiktonnen wie ich sie habe habe ich nicht entdecken können oder übersehen ?

Ich bin eigentlich nur durch Zufall drauf gekommen. Meine Frau hatte mal von einer Bekannten eine 25 Liter Plastiktonne bekommen. Die Bekannte hatte bei Laverana gearbeitet und in der Tonne waren vermutlich vorher Kosmetika drinne.

Sie wollte die Tonne wegschmeißen und meine Frau hat sie dann genommen, man weiß ja nie wofür man gewisse Dinge noch gebrauchen kann.

Und so habe ich dann überlegt wofür ich sie brauchen könnte und hab sie dann als Wurmtonne benutzt schon vor 20 Jahren. Ich bin ja ab und zu auch Angeln gegangen und da kann man die kleinen Stinkwürmer gut gebrauchen.
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Tharaea
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von Tharaea »

Da warst du ja echt fleißig dieses Wochenende ;)

Tonnen sind tatsächlich selter. Vermutlich wegen der geringen Oberfläche und der großen Tiefe. Da gibt es mehr Risiken, wie Sauerstoffmangel, Hitzestau/ Heißrotte etc.

Der Museumshof in Göhren auf Rügen hat übrigens eine Wurmtonne. ;) Du bist damit also nicht ganz allein.

So eine Tonne hat bei kühleren Temperaturen bestimmt Vorteile, weil sie nicht so schnell auskühlt und die Wurmis sich bei Kälte auch in die Mitte zurückziehen können, wo es hoffentlich kuschelig ist. :)

Lg Thara
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kuno
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von kuno »

Ja, genau so ist das.

Allerdings hatte ich noch nie einen Hitzestau, weil dafür die Menge des Materials nicht ausreicht und im Keller auch im heißesten Sommer noch angenehme Temperaturen herrschen. Bei größeren Tonnen könnte es aber so sein.

Mit dem Sauerstoffmangel muss ich Dir leider recht geben, da bei einer Tonne die Höhe der Aufschichtung höher ist und es so in der Tiefe zu Sauerstoffmangel kommen kann.

Deswegen habe ich ja an der Vorderfront 100 Löcher gebohrt und nochmal 30 unterhalb des Deckels, so 7 bzw. 9 mm.

Als Vorteil einer Tonne würde ich die Einfachheit ansehen.

Einfach alles Kompostierbare aus der Küche reinschmeißen bis sie voll ist und dann immer nur nachfüllen wenn es gesackt ist und dann 2 - 3 Monate in Ruhe lassen und nach einem Jahr ernten.

Dann im Frühjahr wieder komplett neu aufsetzen.

Ist aber nur für Leute geeignet, die auch wirklich 50 Liter dann im Frühjahr verwerten können, also entweder kleiner Garten oder Balkon mit vielen Pflanzen.

Ich habe z.B. 11 Maurerkübel zu 90 Liter auf dem Balkon stehen und kann so auch halbreifen Kompost im Frühjahr gut verwerten.


LG Jörg
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von Tharaea »

Ich bin so froh, dass wir bald bicht mehr unter dem Dach wohnen, sondern im 1. OG, wo die Temperaturen angenehmer für meine Wurmis sind.

Im Sommer hatten meine Wurmis regelmäßig eine Kühlakku-Klimaanlage, weil wir Temperaturen von 30 Grad aufwärts hatten.

Jetzt muss ich dir kleinen Kerlchen nur boch umziehen. Dazu sind sie übergangsweise in einen Eimer mit Luftlöchern im Deckel gezogen. Bis jetzt scheint es ihnen darin gut zu gehen. Ein bisschen Futterpause schadet auch nicht. Ich hab jetzt das gesamte Substrat aus der oberem Ebene mit eingepackt. Aber der Eimer ist jetzt auf jeden Fall prope voll.

Eigentlich ein bisschen schade, dass ich denRest schon ernten musste. Für die neuen Pflanzen hätte ich den Humus schon gut gebrauchen können.

LG Thara
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kuno
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von kuno »

Ab 30 Grad besteht Lebensgefahr für die Wurmis.

Mir sind letztes Jahr sämtliche Würmer gestorben. Im Keller hatte die Souterrainwohnung einen Wasserschaden und dadurch musste auch mein Keller entfeuchtet werden.

Das Thermometer zeigte 30 Grad aber in der Tonne waren vermutlich etwas mehr Grad und als ich es bemerkte war es zu spät.

Alle Wurmis die ich zuvor mittels der Plastikschüssel aus dem Substrat gelockt hatte und in die andere Tonne umgesiedelt hatte waren nur noch Brei.

Ich hatte es sofort gerochen als ich den Keller aufgeschlossen hatte. Der Geruch war übel. Es müssen mehr als 1000 Würmer gewesen sein und sie waren alle auf einem Haufen in der Tonne unter dem Deckel. Matschhaufen.

Geflüchtet ist keiner weil die Luft außerhalb auch so warm war.

Ich hätte nicht gedacht dass das schon bei 30 Grad passieren kann.

Man lernt nie aus. Ich habe die Tonne dann sich selbst überlassen und gar nichts gemacht.

Da ich einen belüfteten Keller habe habe ich dann die Belüftungklappe des Schornsteins geöffnet, damit die schlechte Luft abzieht.

Ergebnis war dann, dass irgendwelche Aasfliegen über den Schornstein gekommen sind und sich über den "Wurmhaufen" hergemacht hatten.

Ich hatte dann den ganzen Keller voller kleiner Fliegen. Fliegenfänger haben dann das Problem gelöst.

Nach 2 Wochen habe ich dann die Tonnen neu besiedelt. Auf meinem Balkon hatten in den Pflanzkübeln (90 Liter Maurerkübel) noch etliche Wurmis überlebt.

Außerdem habe ich mir von einem Misthaufen (Pferdemist) ein paar Exemplare geholt.

Sie haben sich in der Zwischenzeit auch wieder schön vermehrt bei optimalen ca. 20 Grad und optimaler Luftfeuchtigkeit im Keller.

Dass Du jetzt in die 1. Etage ziehst ist für Deine Wurmis natürlich wie ein Sechser im Lotto.

Da brauchst Du dann auch nicht mehr zu kühlen, weil bis ca. 27 Grad die Welt noch in Ordnung ist. Erst ab 30 Grad wird es wirklich gefährlich, weil unsere Wurmis keine Fluchtmöglichkeiten nach unten wie in der freien Natur haben, wo es selbst im Hochsommer in der Erde nie so warm wird ab einer gewissen Tiefe.


LG Jörg
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kuno
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von kuno »

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Heute die versprochenen Bilder. Ich habe die Tonnen jetzt wirklich eine ganze Woche in Ruhe gelassen.

Weder neue Bioabfälle nachgefüllt noch mit der Schaufel neugierig im Substrat rumgestochert.

Das Einzige was ich mir erlaubt habe war täglich den Deckel abzuheben und zu gucken. Nur Gucken nicht Anfassen.

Bis jetzt hat sich schon Einiges getan. Jungwürmer erkunden den Deckel von innen und kriechen kopfüber in dem "Film" aus Kondens- und Schwitzwasser.

Ob sie nur ein Bad nehmen oder einen Bakterienfilm schlürfen, wer weiß.

Bei trockenem Deckel könnte sie es nicht.

Auch im Substrat tut sich etwas. Neugierige Würmer klettern die senkrechten Wände hoch und saugen vermutlich dort befindliche Pilze ein und anderen "Mikroorganismenschleim".

An der Oberfläche haben die Wurmis überall schon ihre Kothäufchen auf den Bioabfällen platziert und ihr Revier markiert.

Der Wurmteebehälter war mit ca. 1,5 Litern gut gefüllt.

Ich habe ihn dann wieder von oben drauf geschüttet und den Wurmis damit eine schöne Dusche gegönnt.

Der Wurmtee war geruchsneutral sonst hätte meine fotografierende Gattin schon remonstriert.

Mein "Ablasshahn" in Form einer 10-er Bohrung (10 mm) hat sich gut bewährt.

Es tropft nur aus dieser Öffnung im vorderen Bereich der Tonne ganz unten an der tiefsten Stelle (Tonne steht etwas schräg).

Ich liebe die einfachen Dinge, weil die einfachsten Lösungen sind meistens die besten.

Vorne habe ich 70 neue Löcher gebohrt und um den Deckel herum noch mal 30 ( 7 - 9 mm), also gut wurmtauglich.

Es ist jedoch noch nie ein Wurm geflüchtet, auch nicht aus dem 10-Loch "Ablasshahn".

So das solls für heute gewesen sein.

Neue Bilder in 2 Wochen.


LG Jörg
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kuno
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von kuno »

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So, heute sind wieder 2 Wochen vergangen.

Ich habe wie versprochen keine neuen Abfälle in die Tonne getan und auch das Substrat nicht berührt, nur täglich "reingeglotzt".

Man kann schon sehen, dass die Kompostierung voranschreitet und auch die Anzahl der Würmer sowohl auf der Substratoberfläche als auch am Deckel zunimmt.

Auch "Babywürmer" trauen sich schon nach ganz oben.

Mein erster Fehler vor vielen Jahren war es, dass ich die Tonne damals ohne Luftlöcher einfach befüllt hatte und als sie fast voll war hingen die Würmer in "Knäueln" unter dem Deckel und jappsten nach Luft.

Dann habe ich 30 Löcher (10 mm) gebohrt und das Problem war gelöst. Und damit keine Fliegen reinkommen habe ich ein altes Baumwollhandtuch (100 Prozent Baumwolle) draufgelegt, damit keine Fluginsekten von oben rein können.

Luft kann ja trotzdem durch das Handtuch. Problem gelöst, Würmer waren wieder unten im Substrat und Fliegen waren auch fast weg.

Und wieder ein Hinweis auf die Natur.

Ein natürlicher Misthaufen ist oben auch offen. Die Würmer bekommen den Sauerstoff mit der Luft von oben, also sollte man bei einem künstlichen Misthaufen das auch so machen.

Entweder ohne Deckel oder wo es nicht anders geht in der Wohnung zumindest mit einem stark gelöcherten Deckel.

Wenn Luft fehlt gehen Mistwürmer auf Wanderschaft nach guter Luft, bevor sie ersticken.

Man sollte auch bedenken, dass bei Rottevorgängen immer auch Sauerstoff verbraucht wird und unsere Wurmis diesen über ihre Haut aufnehmen müssen.

Meine Wintertomate und meinen weiß blühenden Weihnachtskaktus habe ich den Wurmtee in Verdünnung 1 : 20 gegönnt. Geschadet hat es vermutlich nicht.

Ich bin da ein bischen vorsichtig, weil ich den Wurmtee ja schon menrfach durch das Substrat habe sickern lassen.

Heute waren die 1.5 Liter auch wieder in der Plastikschüssel und ich habe sie wieder oben drauf geschüttett.

So, dass soll es gewesen sein. Ob man wirklich schon nach 1 Jahr guten krümeligen Kompost hat glaube ich persönlich nicht so ganz.


mfG Jörg
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Re: Jörgs Wurmtonnen

Beitrag von kuno »

Hallo in die Runde

Ich habe gestern meine Wurmtonne gewogen.

Sie hat 50 Liter Fassungsvermögen und ist bis 40 cm Höhe gefüllt (10 cm gesackt).

Ab März 2023 wurde sie befüllt mit ca. 70 Prozent Küchenabfällen und 30 Prozent Klorollen/Pappe/Zeitungen und Sägespänen.

Seit ca. 5 Wochen ruht sie jetzt, also es werden keine Abfälle mehr reingeschmissen.

Was schätzt Ihr, wieviel wiegt die Tonne ?

Ich bin gespannt, wer dem Ergebnis am nächsten kommt.

LG Jörg
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