Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
hobbygaertner
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von hobbygaertner »

Hallo,

ich habe etwas gefunden:
"Zusätzlich zu einer C-Quelle brauchen diese Mikroorganismen für die Photobiokatalyse Licht."
http://www.ibvt.de/DE/Forschung/Bioproz ... nismen.php

In Flomax' obigem Zitat ist auch die Rede von Luftstickstoffbindung. Machen soetwas nicht die Rhizobien?

Zurück zum Thema. Versucht jemand, fermentierte Küchenabfälle zu verfüttern? Meine Wurmkiste gibt das, glaube ich, noch nicht her, es scheinen zu wenig Würmchen enthalten zu sein, als daß sich da etwas erkennbares tut.

Viele Grüße
kiko63505

Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von kiko63505 »

Hallo hobbygärtner,

noch bin ich mir nicht sicher ob ich EM verwenden werde, noch sind mir die gefundenen Aussagen hierrüber zu schwammig. Eine Antwort in einem EM Forum kopiere ich allerdings hierher, zumindest dürfte damit eine Antwort zu Deiner Frage gepostet sein.
Hallo Kiko, ich habe auch einen Wurmkomposter im Keller, in dem ich einen Teil meines Küchenabfalls verfüttere. Der Rest wird zu Küchenbokashi verarbeitet. Ich habe einmal etwas Bokashi eingepackt und im Wurm-Komposter deponiert. Die Würmer sind nicht drangegangen und ich hab es wieder herausgenommen.
Es gibt offentlichtlich so keine Möglichkeit des Verfütterns.
Wenn Du Küchenbokashi auf die Erde gibst behält er ja seine Konsistenz - also Du hast das Gemüse noch wenn es auch bereits seine saure Phase beendet hat.
Gemessen habe ich den ph-Wert noch nicht - aber das wäre zu probieren. Vielleicht kann man es in dieser Phase an die Würmer geben.
Ein Zeitvorteil ist das allerdings auch nicht, da das "Vererden" auch ca. 2 Wochen dauert. Kannst Du mal den Link zum Wurmkompost-Forum einstellen.
MfG C.

kiko
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Flomax
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von Flomax »

@Kiko
kiko63505 hat geschrieben:Ein Zeitvorteil ist das allerdings auch nicht, da das "Vererden" auch ca. 2 Wochen dauert. Kannst Du mal den Link zum Wurmkompost-Forum einstellen.
MfG C.
Mal die umgekehrte Frage: Kannst Du mal den Link von diesem EM-Forum einstellen?

Gruß
Flomax
kiko63505

Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von kiko63505 »

Hallo Flomax,

unmögliches wird sofort erledigt, hier klicken
kiko
hobbygaertner
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von hobbygaertner »

Hallo kiko,

danke für die Antwort (aus dem EM-Forum).

Damit hat sich das Thema dann wohl erledigt. Und ich überlege ernsthaft, meine spontan im Herbst gebaute Wurmkiste wieder abzurüsten und den Tapferen, die tatsächlich den Winter überlebt haben, wieder die Freiheit zu schenken. Ich wüßte jetzt zumindest keinen ernsthaften Grund mehr für meine Wurmkiste.

Daß das Vererden des Bokashis nach zwei Wochen abgeschlossen ist, halte ich übrigens für eine sehr gewagte These.

Viele Grüße
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dynamind
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von dynamind »

hobbygaertner hat geschrieben:Hallo kiko,

danke für die Antwort (aus dem EM-Forum).

Damit hat sich das Thema dann wohl erledigt. Und ich überlege ernsthaft, meine spontan im Herbst gebaute Wurmkiste wieder abzurüsten und den Tapferen, die tatsächlich den Winter überlebt haben, wieder die Freiheit zu schenken. Ich wüßte jetzt zumindest keinen ernsthaften Grund mehr für meine Wurmkiste.

Daß das Vererden des Bokashis nach zwei Wochen abgeschlossen ist, halte ich übrigens für eine sehr gewagte These.

Viele Grüße
Es gibt viele gute Gründe für eine Wurmkiste - mach doch einfach weiter damit :P
Aber wenn du ihnen die Freiheit schenken willst, dann bring sie auf einen Komposthaufen, sonst werden sie es glaube ich eher schwer haben ihre neue Freiheit zu geniessen ;)
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von Flomax »

hobbygaertner hat geschrieben:Daß das Vererden des Bokashis nach zwei Wochen abgeschlossen ist, halte ich übrigens für eine sehr gewagte These
Ich denke darüber ebenso. Wieso versucht man überall mit allen erdenkbaren Mittel den Kompostierungsprozess zu beschleunigen, wenn es mit Bokashi innheralb von 6 + 2 Wochen funktioniert???

@Hobbygärtner
hobbygaertner hat geschrieben:Damit hat sich das Thema dann wohl erledigt. Und ich überlege ernsthaft, meine spontan im Herbst gebaute Wurmkiste wieder abzurüsten und den Tapferen, die tatsächlich den Winter überlebt haben, wieder die Freiheit zu schenken. Ich wüßte jetzt zumindest keinen ernsthaften Grund mehr für meine Wurmkiste.
Das das Dein Ernst, oder höre ich da eine gute Portion Sarkasmus durch?

Du verwirrst mich ein wenig, denn für ersteres halte ich Dich einfach für zu intelligent, und zweiteres wäre sehr unglücklich formuliert!

Wat denn nu?

verwirrte Grüße
Flomax
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von dynamind »

Flomax hat geschrieben:
hobbygaertner hat geschrieben:Daß das Vererden des Bokashis nach zwei Wochen abgeschlossen ist, halte ich übrigens für eine sehr gewagte These
Ich denke darüber ebenso. Wieso versucht man überall mit allen erdenkbaren Mittel den Kompostierungsprozess zu beschleunigen, wenn es mit Bokashi innheralb von 6 + 2 Wochen funktioniert???
Also ich hatte das immer so verstanden, dass der Bokashi eher so eine Art Dünger ist, der auch recht Stickstoffhaltig sein kann und deshalb auch zu schnellen Erfolgen führt, als dass es sich beim Endprodukt um etwas humusartiges / erdiges handelt. Dass es so schnell "vererdet" liegt vermutlich einfach daran, dass es im Gegensatz zur Kompostierung ja noch fast intakt ist und sich dann in der Erde sehr schnell auflöst - in was auch immer - eher nicht in guten Humus sondern hauptsächlich in Wasser (wobei das ja auch schon als sickerwasser raus sein müsste). Das war jetzt aber nur so laienhaft zusammengereimt aus dem was ich bisher so gelesen hatte. Ich bin jetzt zu faul das irgendwie logisch oder mit wiss. Artikeln zu untefüttern weil mir Bokashi eh am ...ähem.... :oops:
hobbygaertner
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von hobbygaertner »

Öhm... das war keineswegs sarkastisch gemeint. Naja und was das Andere angeht - manchmal bin ich schon ausgesprochen strohdumm... Ich versuch's noch 'mal:

Damit hat sich für mich die Frage erledigt, ob Wurmkompostierung Sinn macht, um Bokashi schneller in Humus zu verwandeln. Ansonsten habe ich 2x4 Lattenkomposter mit denen ich eigentlich recht zufrieden bin. Dorthin würden die Haustierchen natürlich entlassen, was mir ja auch einige Verantwortung abnimmt. Welche Gründe gibt es denn noch für eine Wurmkiste? Ich bräuchte da schon irgend eine (und sei es noch so kleine) Herausforderung ;-)

Eine Zeit lang dachte ich ja, Bokashi und Wurmkiste sind eine Winteralternative für die Küchenabfälle. Aber meine Kiste hatte irgendwie bei ihren Standortbedingungen so ab 5°C ihre Funktion eingestellt. Tja, und nun mache ich keinen Bokashi mehr. Es reicht. Jetzt "vererdet" gerade alles (etwas länger als zwei Wochen, übrigens).

Solange noch keine Fliegeninvasion zu bemerken ist, werde ich die Kiste noch stehen lassen. Vielleicht fällt mir (oder Euch?) noch ein Grund ein.

Viele Grüße
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dynamind
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Re: Wurmfutteraufbereitung durch Fermentation

Beitrag von dynamind »

hobbygaertner hat geschrieben:Solange noch keine Fliegeninvasion zu bemerken ist, werde ich die Kiste noch stehen lassen. Vielleicht fällt mir (oder Euch?) noch ein Grund ein.

Viele Grüße
Nach meinem Verständnis ist Wurmkompost der in einem geschlossenen oder zumindest nicht dem Regen ausgesetzten System hergestellt wird etwas komplett anderes als Kompost der von einem "normalen" Lattenkomposter kommt - also etwas "gehaltvolleres" auf eine gewisse Art. Aber im Moment kann ich diesen Gedanken nicht wirklich konkretisieren - ich glaube ich bräuchte Kaffee :P
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