Der eigene Swimmingpool – wie machen ich meinen Garten startklar?





Alle Gartenbesitzer warten schon gespannt auf die ersten schönen Tage im Frühjahr, um endlich im Garten durchstarten zu können. Und wie immer gibt es viel zu tun. Nicht nur die Fläche des Rasens oder der Nutzpflanzen möchte erstmalig bearbeitet werden. Auch alle, die in diesem Jahr eine Umgestaltung vornehmen möchten, kommen jetzt in Fahrt. Ganz besondere Aufmerksamkeit lassen die Besitzer eines Swimmingpool diesem zukommen. Denn dieser muss mit einigen besonderen Maßnahmen fit für den Sommer gemacht werden. Und wer sich dazu durchgerungen hat, sich einen Swimmingpool neu anzuschaffen, kann auch jetzt in Aktion treten.

Der beste Platz im Garten

Für einen neu aufzustellenden Pool ist ein guter Platz zu finden, der alle Voraussetzungen für einen lang andauernden Badespaß mit sich bringt. Dies gilt sowohl für einen selbstaufbauenden Swimmingpool, der ohne Wasser leicht an einen anderen Ort transportiert werden könnte, als auch für einen feststehenden Pool mit Stahlrahmen oder einem solchen, der in den Boden eingelassen wird. Denn ganz ehrlich: Hat man den Pool erst einmal befüllt, will man ihn ja erst zum Herbst wieder abbauen, nicht wahr? Daher will der Stellplatz gut gewählt werden. Soll er in der Sonne stehen oder im Schatten oder aber vielleicht halb-halb? Was ist möglich?

Unter anderem hängt die Wahl des Platzes auch von der Bepflanzung des Gartens ab. Denn niemand möchte den Pool direkt unter hohen Bäumen oder zu nahe an der Autoauffahrt wissen. Ein gewisser Sichtschutz zu den Nachbarn ist natürlich auch nicht zu unterschätzen. Wer zudem gerne einen Platz zum Sonnen direkt neben dem Pool errichten möchte, sollte dies ebenfalls einplanen.

Damit die Pumpe des Pools bzw. der elektrisch betriebene Filter betrieben werden kann, ist ein Stromanschluss notwendig. Dies ist bitte bei der Wahl zu beachten.

Wie groß der Swimmingpool sein darf, ist selbstverständlich von der Gartengröße, dem einsetzbaren Budget und den Bedürfnissen des Gartenbesitzers abhängig. Gerade mit kleineren Kindern sollte man sich zunächst vielleicht für einen kleineren Pool entscheiden. Einen selbstaufbauenden über dessen Außenwände die Kinder leicht einsteigen können. Die Aufsichtspflicht bei Kindern ist ja unabhängig von der Größe des Pools. Es versteht sich von selbst, dass nicht nur für die Sicherheit der Kinder zu sorgen ist.

Welche Vorbereitungen müssen im Garten für einen Pool getroffen werden?

Hat man den passenden Platz gefunden, ist die Beschaffenheit des Boden zu beachten. Der Grund dafür mag nicht jedem sofort klar werden. Doch muss man sich vorstellen, wie schwer der Pool wird, sobald er vollständig mit Wasser befüllt wird. Aus diesem Grund ist eine ebene, gut befestigte Fläche notwendig. Ist dies nicht gegeben, kann auch ein Pool mit einem Durchmesser von 3,66 Meter sich schnell einmal zu einer Seite neigen, etwa wenn darunter einige Maulwurfslöcher sind. Es wäre ärgerlich, wenn bereits nach kurzer Nutzung das Wasser vollständig abgelassen werden müsste, weil sich der Swimmingpool zu stark zu einer Seite neigt. Um dem vorzubeugen sollte mit Hilfe eines Rüttlers im Bedarfsfall der Boden verdichtet werden. Gehwegplatten eignen sich nicht als Befestigung.

Um dem Durchstechen kleiner, spitzer Steine vorzubeugen, ist es empfehlenswert eine dicke Plane unter den Pool zu legen. Damit sich kein Wasser darauf sammeln kann, sind überstehende Enden unter den Pool zu klappen. Das sich sammelnde Wasser könnte gerade an trocknen Sommertagen Wespen und andere Insekten anlocken. Zudem können die Badenden darauf leicht ausrutschen.

Bei der Wahl des Pools sollte darauf geachtet werden, dass eine Abdeckplane im Lieferumfang integriert ist. So kann der Pool jederzeit, wenn er nicht genutzt wird, abgedeckt werden. Schmutz und umherfliegende Blätter können so ebenso wenig das Wasser verschmutzen wie Insekten und Kleintiere sich hinein verirren können.

Ab einer bestimmten Größe ist ein Filter bzw. eine Pumpe integriert, um das Wasser sauber zu halten. Lediglich bei kleineren Modellen kommt man um die Beigabe von Chlor und Antialgenmittel herum. Denn die kleinen Pools für Kinder leeren sich durch das Plantschen so schnell, dass Algen und Schmutz meist gar keine Chance haben, sich großartig zu vermehren.

Die selbstaufbauenden Pools werden spätestens zum Herbst geleert, gesäubert und getrocknet, damit sie trocken überwintert werden können. Das Gartenhaus ist bei passender Größe hierfür ausreichend. Im Frühjahr kann er dann an gewohnter Stelle einfach wieder aufgebaut werden. Die Vorbereitungen sind ja bereits im ersten Jahr getroffen worden.

Der festinstallierte Pool

Nicht jeder gibt sich mit einem selbstaufbauenden Pool zufrieden. Es muss etwas größer und dauerhafter sein. Sicherlich gibt es für diesen Zweck die größeren Pools, die mit Unterstützung eines Stahlrahmens aufgestellt werden. Ob diese winterfest sind oder abgebaut werden müssen, ist den Herstellerangaben zu entnehmen. Natürlich ist es auch eine Frage des Materials.

Die dauerhaften Swimmingpools müssen selbstverständlich gut überwintert werden. Hierzu gibt es hinsichtlich der unterschiedlichen Aufmachung auch verschiedene Methoden. Doch von dieser ist es abhängig, wie der Pool aus dem Winterschlaf zu erwecken ist.

Passive Überwinterung: Mindestens die Hälfte des Wassers wird abgelassen, damit die Filteranlage und die Pumpe wasserfrei liegen. Dadurch können sie abgeschaltet werden. Frostschäden an den Geräten lassen sich so vermeiden.
Aktive Überwinterung: Hierbei bleibt der Pool regulär gefüllt. Filter und Pumpe bleiben ebenfalls in Betrieb. Jedoch wird die Temperatur auf Sparflamme gesetzt und bei circa +3°C gehalten. So wird ein Einfrieren verhindert. Geschwommen werden kann allerdings aufgrund der Temperatur auch nicht. Nur wenn der Pool beheizbar ist und eine angenehme Wassertemperatur erzeugt werden kann, ist dies möglich. Hierzu ist allerdings eine entsprechende Thermoabdeckung oder eine vollständige Überdachung, ähnlich der eines Gewächshauses / Wintergartens notwendig.

Weitere sinnvolle Informationen zum festinstallierten Pool gibt es auf wellness4me.de.

Wiederinbetriebnahme nach passiver Überwinterung

Im Frühjahr ist zunächst das verbliebene Wasser abzupumpen. Ebenso sind eventuelle Schmutzablagerungen zu entfernen. Bei Bedarf kann hierzu ein Hochdruckreiniger eingesetzt werden. Es folgt eine intensive Reinigung mit entsprechenden Reinigern:

Ein saurer Reiniger für Kalkablagerungen

Ein fettlösender, eher alkalischer Reiniger. Mit diesem wird dem „Alltagsschmutz“ auf den Pelz gerückt.
Die üblichen Haushaltsreiniger sind zur Reinigung des Pools nicht geeignet. Es ist also zwingend notwendig, sich im Fachhandel mit Spezialreiniger einzudecken. Hartnäckige Schmutzränder sind bei Bedarf mit Schwämmen oder Bürsten zu bearbeiten. Anders wird man sie leider nicht los. Nach Beendigung dieser Prozedur müssen auch die Rest des Putzwassers mit der Industriesaugpumpe abgesaugt werden. Sicherheitshalber sollten Filter und Pumpe noch einmal durchgespült werden. Sind alle Wasserreste entfernt, Pumpe und Filter wieder angeschlossen, kann endlich das Wasser in den Pool gefüllt werden. Chlor und Antialgenmittel werden gemäß der Wassermenge eingesetzt. Nun wird noch die Wärmepumpe angeschlossen und schon kann der Schwimmbetrieb wieder losgehen. Wer anstatt der Wärmepumpe lieber eine Solaranlage einsetzen möchte, sollte sich eingehend informieren. Gegebenenfalls ist ein professionelles Installieren notwendig.

Was geschieht nach der aktiven Überwinterung?

Da Pumpe und Filter den Winter über in Betrieb waren und das Wasser die reguläre Füllhöhe aufweist, sind kaum Maßnahmen für den Frühjahrsputz vorzunehmen. Während im Frühjahr kaum Arbeit anfällt, sollte aber über einen vollständigen Wasserwechsel im Laufe des Sommers und einer entsprechenden Reinigung des gesamten Pools, siehe Putz nach der passiven Überwinterung, nachgedacht werden.

FAZIT:

Egal, für welchen Swimmingpool im Garten man sich entscheidet, ein wenig Arbeit fällt immer an. Der größte Arbeitsanteil entsteht beim ersten Aufstellen bzw. beim Bau des Pools. Hernach folgen hauptsächlich „Wartungsarbeiten“. Und selbst die halten sich in Grenzen. Wer also lange Freude an seinem Swimmingpool im eigenen Garten haben möchte, tut gut an einer permanenten Pflege desselben. Was tut man aber nicht alles für eine schöne Abkühlung und ein wenig Bewegung im Wasser während der Sommermonate.

Über den Autor:

Jasper hat Wurmwelten.de im Jahr 2006 gegründet. Nach einer Ausbildung im Kompostieren und einem Buch über Wurmkisten, widmet er sich in letzer Zeit neben dem Versandhandel, der Forschung über Regenwürmer und Komposttee.
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