Gewächshäuser heizen?

Ein Gewächshaus gehört für viele Hobbygärtner auf dem eigenen Grundstück schon längst zum Standard. Damit hier die „reiche Ernte“ auch im Winter (und bei nächtlichen Minusgraden) nicht ausbleibt, ist eine verlässliche Heizung ein ausschlaggebender Faktor.

Nutzen Sie Ihr Gewächshaus – auch in der kalten Jahreszeit!

Leider bleibt das Gewächshaus vieler gartenaffiner Menschen in der Zeit zwischen November und Januar immer noch viel zu häufig ungenutzt. Dabei ist es so einfach, auch in der kalten Jahreszeit das frische, eigene (!) Gemüse und Obst zu genießen.
Mittlerweile werden mehrere verschiedene Heizungsvarianten angeboten. Doch wie unterschieden sich die einzelnen Funktionsweisen eigentlich voneinander und welche ist die umweltfreundlichste?

So beheizen Sie Ihr Gewächshaus im Winter: Die elektrische Variante

Gewächshaus und Pferd

Thomas Max Müller / Pixelio.de

Die elektrische Gewächshausheizung gehört wohl zu den praktischsten Lösungen in diesem Bereich. Sie braucht weder Sauerstoff, noch entwickelt sie Abgase. Letzten Endes profitieren Ihre Pflanzen damit nicht „nur“ von der entstehenden Wärme, sondern auch von der Tatsache, dass sie nicht durch die Nebenprodukte einer Verbrennung in Mitleidenschaft gezogen werden. Bedenken Sie bei Ihrer Kalkulation jedoch immer auch, dass die Stromkosten durch den Betrieb der elektrischen Gewächshausheizung steigen können. Die Umweltverträglichkeit hängt natürlich fast zu 100% damit zusammen, wie der Strom produziert wurde. War es ein Solarmodul auf dem Dach oder ein Braunkohle Kraftwerk?

Die Gasheizung

Wer keine Lust auf Kabel im Gewächshaus hat, kann sich auch für die Nutzung einer Gasheizung entscheiden. Diese Heizungsart eignet sich für mittelgroße Gewächshäuser mit einer Fläche von circa 25 bis 30 Quadratmetern. Der Betrieb der Gasheizung im Gewächshaus ist günstiger als der der elektrischen Form, erfordert jedoch ein regelmäßiges Kontrollieren der Flaschen mit Hinblick auf ein notwendiges Auswechseln.

Die Petroliumheizung

Diese Art der Heizung ist eher für das Realisieren der richtigen Temperatur im kleinen Gewächshaus geeignet. Die Leistung ist hier deutlich niedriger als bei den anderen vorhergehenden Modellen. Als vorteilhaft wird von vielen Gärtnern hier jedoch die vergleichsweise lange Brenndauer empfunden. Gegen Petroleum selbst, spricht natürlich die Endlichkeit der Ressource, wobei viele Modelle auch mit Bio-Lampenöl betrieben werden können.

DIY auf hohem Niveau: die Tontopfheizung

Wer nicht nur gärtnern, sondern auch im Zuge der Beheizung seines Gewächshauses für einen besonderen Charme sorgen möchte, sollte auch die Nutzung einer Tontopfheizung in Betracht ziehen. Hierbei handelt es sich definitiv um die günstigste, der hier vorgestellten Varianten. Und etwas handwerkschaftliches Geschick.

Für eine Heizung dieser Art benötigen Sie nur…:

  • zwei trockene Tontöpfe
  • zwei Kerzen (die Größe sollte an die Größe der Tontöpfe angepasst sein)
  • zwei Steine.

Und so geht’s…:

  1. Nutzen Sie die Steine als Untergrund der Heizung und legen Sie sie an der betreffenden Stelle im Gewächshaus ab.
  2. Zünden Sie die Kerzen an.
  3. Stellen Sie die beiden Kerzen zwischen die Steine.
  4. Nun stapeln Sie die Tontöpfe übereinander.
  5. Gegebenenfalls ist es ratsam, das komplette Konstrukt mit weiteren Steinen zu stabilisieren.

Das Prinzip ist einfach: In den Tontöpfen wird die Wärme gespeichert, breiter verteilt und langsamer abgegeben, als in der punktuellen Hitze der Kerzenflamme. Es wird nicht mehr Hitze produziert, aber die vorhandene Hitze wird besser im Raum verteilt.

Nehmen Sie Brennmittel as nachhaltigen Quellen (Rapsöl) und recylte Tontöpfe um Ihren Abdruck weiter zu verkleinern.
Beim Umgang mit offenen Flammen oder unbeaufsichtigten Geräten ist immer die Bedienungsanleitung genauestens zu befolgen und alle brennbaren Materialen zu entfernen. Wir können keine Haftung für Fehler übernehmen!

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