Kompost im Garten richtig verwenden





Kompostierung: In vier Schritten zum Gold des Gärtners

Kompost ist für die Gartenpflege und den Pflanzenschutz ein wesentlicher Faktor. Nicht umsonst wird Reifekompost auch als Gold des Gärtners umschrieben. So fördert guter Kompost ein stabiles Bodengefüge, verbessert die Fruchtbarkeit des Bodens, beugt Erosion vor und versorgt Pflanzen mit mehr Nährstoffen und Spurenelementen. Zudem macht er oftmals den Einsatz von Dünger überflüssig und stellt außerdem eine sinnvolle Verwertungsquelle für Garten- oder auch Küchenabfälle dar. Allerdings benötigt ein Komposthaufen auch eine ganze Menge Aufmerksamkeit, damit der Kompost letztendlich nicht zu einem ganz gewöhnlichen Abfallhaufen wird. Eine gezielte, schrittweise Vorgehensweise ist hier empfehlenswert.

Schritt 1 – So wird der Kompost richtig vorbereitet

Der optimale Standort für den Komposthaufen befindet sich im Halbschatten. Ein solches Umfeld beugt Austrocknung oder Fäulnis vor. Erfahrungsgemäß sind gerade Plätze im Schutz einer Hecke, hinter der Gartenlaube, im Schutz einer Hecke oder direkt unter einem belaubten Baum am besten für die Kompostierung geeignet. Da Kompost zur Zersetzung zudem Frischluft benötigt, muss der Platz auch immer von zumindest lauen Lüften erreicht werden können.

Kompost sollte grundsätzlich schichtweise angesetzt werden. Die erste Schicht besteht optimalerweise aus kleingeschnittenen Gartenabfällen wie gestückelte Zweige, Rasenschnitt oder ähnlichen Materialien und weist eine Höhe von rund 30 Zentimetern auf. Wer in einem Behälter kompostieren möchte, kann auf diese erste Lage einen so bezeichneten Kompoststarter streuen. Dies gilt aber nur für das Kompostieren in Behältern, deren Boden geschlossen ist.

Auf die erste Schicht bzw. auf den Kompoststarter kommt dann an eine etwa fünf bis zehn Zentimeter dicke Lage Gartenerde. Diese ist für die Impfung des Komposthaufens mit den benötigten Mikroorganismen verantwortlich und bildet quasi die Grundlage für einen funktionierenden Komposthaufen, auf der weitere Abfallschichten Platz finden.

Auf zwei Dinge sollten Hobby-Gärtner dabei ganz besonders achten. Ist es zu trocken, muss auch ein Komposthaufen regelmäßig gegossen werden. Außerdem ist es wichtig, dass gelegentlich kleingehäckseltes Astwerk in den Kompost kommt, da dieser die Kleinstlebewesen in einem Komposthaufen mit Sauerstoff versorgt.

Überblick: Was darf alles auf den Komposthaufen?

– Rasen-, Strauch- und Baumschnitt,
– Laub,
– Verwelkte Blumen,
– Rinde,
– Stroh und Streu,
– Sägemehl,
– Kaffeefiltertüten,
– Teebeutel,
– Abfälle von Gemüse und Obst,
– Eierschalen,
– Schalen ungespritzter Zitrusfrüchte.

Schritt 2 – Schließen des Komposthaufens bei rund 1,20 Metern

Im Grunde genommen lassen sich so viele Abfallschichten auf der Gartenerde auftürmen wie Platz vorhanden ist. Allerdings ist es ratsam, den Kompost bei einer Höhe von rund 1,20 Metern zu schließen. Wird ein geschlossener Behälter genutzt, richtet sich die Größe natürlich nach seinem Volumen. Ein geschlossener Komposthaufen sollte dabei immer mit Rasenschnitt oder ähnlichen Resten abgedeckt werden. Das verhindert die Übertragung von Pilzen und Fäulnisbakterien durch vom Kompostierungsprozess angezogenen Insekten auf Nutzpflanzen.

Einige setzen auch Gurken oder Kürbis im Verbund mit ein wenig Gartenerde auf die oberste Schicht des Komposthaufens. Der Grund dahinter: Kürbis und Gurken haben große Blätter, die den Kompost auf ganz natürliche Art und Weise abdecken. Der Komposthaufen bietet diesbezüglich den optimalen Platz, da die Blätter stetig mit vielen Nährstoffen versorgt werden.

Schritt 3 – Jetzt wird der Komposthaufen umgesetzt

In der Regel schrumpft der Komposthaufen binnen weniger Wochen auf ungefähr ein Drittel seines ursprünglichen Volumens zusammen. Das stellt dann genau den richtigen Zeitpunkt dar, um den Kompost gezielt umzusetzen. Die Faustregel besagt hier, dass Kompost etwa alle drei Monate regelmäßig umgesetzt werden sollte. Wer das kompostierte Material nicht mühsam mit Spaten oder Schaufel umsetzen möchte, kann hier zusätzlich auf Transportwagen oder Schubkarren für den Garten zurückgreifen. Gerade KAISER+KRAFT bietet diesbezüglich optimale Lösungen an Schubkarren. Im Hinblick auf die Qualität und Funktionalität eines solchen Transportgerätes müssen dabei keinerlei Kompromisse eingegangen werden. Denn KAISER+KRAFT setzt hier ausschließlich auf Markenprodukte und auf funktionelle Vielfalt.

So können Gärtner und Gartenfreunde auf Schubkarren bzw. Transportwagen mit unterschiedlich großen Ladeflächen respektive Kippmulden, mit einer Drehschemel-Lenkung zum Ziehen oder mit entsprechenden Handgriffen zum Schieben, mit einem, zwei oder sogar vier Rädern sowie mit Seitenwänden in unterschiedlicher Ausführung zurückgreifen. Die Schubkarren und Transportwagen erleichtern aber nicht nur erheblich das Umsetzen von Kompost, sondern stellen zugleich auch eine wertvolle Hilfe beim späteren Ausbringen des Materials dar.

Durch das Umsetzen wird der Kompost richtig durchgemischt, wobei die äußeren zu inneren Schichten werden und umgekehrt. Die gesamte Funktionalität des Komposthaufens lässt sich dadurch verbessern. So wird sowohl die Durchmischung als auch die Durchlüftung verbessert, was im Endeffekt den gesamten Kompostierungsprozess beschleunigt und optimiert.

Wichtig ist dabei, dass Feuchtigkeitsgehalt und Mischungsverhältnis stimmen. Denn wenn der Kompost zum Beispiel zu feucht ist, bildet sich schnell Fäulnis. Ist der Feuchtigkeitsgehalt zu hoch, sollte grobes, trockenes Material in den Komposthaufen eingearbeitet werden. Bei einem zu trockenen Kompost kommt demgegenüber eben die Gießkanne zum Einsatz.

Schritt 4 – Die Verwendung des reifen Komposts

Nach etwa einem Dreivierteljahr ist die Kompostierung in der Regel abgeschlossen. Dies lässt sich leicht an der Konsistenz feststellen. Fertiger Kompost verfügt grundsätzlich über eine krümelige Struktur und verbreitet den Geruch von Walderde. Empfehlenswert ist es dabei immer, die gesamte Kompostmasse mit Hilfe eines Wurfgitters noch einmal zu sieben. Siebe dieser Art können direkt über eine Schubkarre oder eine Kippkarre gestellt werden.

Als Spezialist für Transportgeräte- und wagen bietet KAISER+KRAFT eine reichhaltige Auswahl an Transportkarren, die ein Fassungsvermögen zwischen 55 Litern bis 300 Litern aufweisen. Je nach Tragkraft und Größe des Komposthaufens steht also grundsätzlich die passende Auffang- bzw. Transportlösung zur Verfügung. Mit der Schaufel wird dann der Kompost aufgenommen und durch das Wurfgitter mit seinem Drahtgeflecht geworfen.

Zu grobe Reste können dann direkt wieder für einen neuen Komposthaufen genutzt werden. Den feinen und krümeligen Kompost können Gärtner und Gartenliebhaber dann zeitnah im Garten einsetzen oder zum Beispiel auch noch eine Zeit lang lagern. Aber aufgepasst: Wird der Kompost zu lange gelagert, verliert er deutlich an Substanz und kann eigentlich nur noch zum Mulchen verwendet werden.

Genauso wie Dünger kommt Kompost stets bedarfsgerecht zum Einsatz. Daher wird Kompost immer im Spätwinter und Frühjahr ausgebracht und nicht etwa im Herbst. Der Kompost kann dabei bequem eben mittels einer Schubkarre, einer Kippkarre oder etwa auch eines Muldenwagens zum jeweiligen Einsatzort befördert werden.

Den Reifekompost einsetzten

Reifekompost hat viele Einsatzmöglichkeiten, vor allem in diesen Bereichen:

– Rasendüngung.
– Verbesserung des Bodens und Düngung im Gemüsegarten.
– Verbesserung von Pflanzflächen.
– Pflanzlochbehandlung.
– Düngung von Obstgehölzen und Gehölzpflanzungen.
– Düngung von Staudenbeeten.
– Erdmischungen für Balkonkästen und Pflanzgefäße (Kompostanteil etwa 30 Prozent).

Über den Autor:

Jasper hat Wurmwelten.de im Jahr 2006 gegründet. Nach einer Ausbildung im Kompostieren und einem Buch über Wurmkisten, widmet er sich in letzer Zeit neben dem Versandhandel, der Forschung über Regenwürmer und Komposttee.
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