Maulwürfe und Wühlmäuse vertreiben






Haben Sie regelmäßig erhebliche Schäden an den Pflanzen im Garten, die eindeutig nicht von Schnecken kommen? Der Grund für diese Schäden können Wühlmäuse oder Maulwürfe sein. Sie zählen für viele Hobbygärtner zu den lästigsten Schädlingen überhaupt. Nicht nur, dass sie unschöne Erdhaufen auf dem Rasen hinterlassen und Stein- und Gehweg platten unterhöhlen, auch auf Beetpflanzen und junge Bäume haben es die Nager abgesehen. Durch Anfressen oder sogar Auffressen der Wurzeln und Knollen entziehen die Wühlmäuse den Pflanzen ihre Lebensgrundlage. Da überlget sich so mnach Gärtner, ob man da etwas tun kann.

Wühlmäuse

Wühlmaus erkennen und vertreibenWühlmäuse sind eine Unterart der Wühler. Unter anderem gehören zu den Wühlmausen die Bisamratte, die Feldmaus, die Rötelmaus, die Schermaus und Lemminge. Meistens wiegen Wühlmause zwischen 80-200g und sind ca. 7-23 cm lang. Ausgenommen ist die Bisamratte, diese kann bis zu 2600g schwer werden. Die Farbe der Wühlmaus reicht von braungrau bis rotbraun, in einigen Fällen allerdings auch bis hin zu schwarz. Die Ohren der Wühlmause sind so winzig klein, dass sie sich im Fell verstecken und kaum sichtbar sind. Zudem haben sie einen dünn behaarten Schwanz auf dem die Ringelung sichtbar ist.

Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf, wodurch sie das ganze Jahr lang ihr Unwesen in den Gärten treiben können. Gerade frische und feuchte Böden, Gräben, Wiesen, vergraste Jungkulturen, Laub- und Mischwälder sind bei den Wühlmäusen sehr beliebt.

Maulwurf oder Wühlmaus?

MaulwurfOft werden die Gänge der Maulwürfe mit denen der Wühlmaus verwechselt. Mit etwas Wissen und ein paar Tricks kann man den Unterschied aber schnell erkennen. Die Erdhaufen von Maulwurfshügeln sind viel höher als die der Wühlmäuse. Außerdem sind die Gänge der Wühlmaus meist mit Pflanzenresten vermischt. Bei einem anderen Test wird der Gang an mehreren Stellen auf gut 20 Zentimeter Länge geöffnet. Ein Markieren mit Hölzern ist zum Wiederauffinden der Stellen nützlich. Nach wenigen Stunden oder spätestens am nächsten Tag sind die Gänge – wenn eine Wühlmaus diese bewohnt – von innen her wieder unterwühlt und zugeschoben. Trifft dies nicht zu, dann lebt dort ein Maulwurf.

Wühlmäuse bekämpfen

Um die Wühlmäuse effektiv loszuwerden bzw. Schäden durch Wühlmäuse vorzubeugen, gibt es einige simple Tipps und Tricks.

LebendfalleSie können handelsübliche Fallen aufstellen. Diese sollten Sie aber stets durch umgestülpte Eimer mit einem darauf liegenden Stein verdecken. So wird vermieden, dass sich andere Tiere verletzen. Kontrollieren Sie diese Fallen regelmäßig, egal ob es sich um Lebendfallen oder die andere Variante handelt.

Die Natur kanns regeln

Unterstützen Sie natürliche Feinde der Wühlmaus und locken Sie diese an. Dazu gehören unter anderem Wiesel, Fuchs, Marder, Katzen, Eulen und viele Greifvögel-Arten. So können Sitzstangen für Greifvögel angelegt werden, Einfluglöcher in Feldscheunen für Eulen geöffnet werden oder Steinhaufen als Unterschlupf für Wiesel gebaut werden.

Des Weiteren gibt es im Fachhandel spezielle Gittertöpfe oder Körbe, in denen die Knollen, Zwiebeln oder Bäume eingepflanzt werden können. Dadurch werden die Wühlmäuse von den Pflanzen und Bäumen ferngehalten.

Maulwürfe und Buttersäure

Außerdem können stark riechende Substanzen wie zum Beispiel Buttersäure auf einen Lappen geträufelt werden, welcher dann in die Gänge gelegt wird. Nehmen Sie unbedingt einen alten Lappen und tragen Sie Handschuhe, denn Buttersäure riecht wirklich stark! Buttersäure ist übrigens ein Naturprodukt, eine Fettsäure, welche abgebaut wird.

Auch eigens angesetzte Holunderjauche (zehn Liter Wasser auf ein Kilogramm Holunderblätter; bei Anwendung die Jauche im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen) ist zur Vergrämung nützlich und stets umweltverträglich.

Als dritte Alternative bieten sich die biologisch abbaubaren Maulfwurf Frei Kugeln an, welche noch einfacher einzusetzten sind, als die Buttersäure oder die Jauche. Leider haben die Kugel weniger Effekt gegen die Wühlmäsue, als gegen Maulwürfe.

Kaiserkrone gegen Maulwurf und Wühlmaus

KaiserkroneWeit verbreitet als Wühlmaus-Schreck ist die Kaiserkrone. Sie ist nicht nur giftig, sondern besitzt eine ganz besondere Eigenschaft: Ihr Geruch erinnert an stinkende Zwiebeln. Ihr intensiver knoblauchartiger Geruch ist Maulwürfen und besonders Wühlmäusen ausgesprochen unangenehm.

Um Wühlmäuse effektiv von den betroffenen Pflanzen fern zu halten, empfiehlt es sich, sie in unmittelbarer Nähe zu pflanzen. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Vertreibung, ist immer die Größe der vorhandenen Wühlmaus, bzw. Maulwurf Population. Sind sehr viele Tiere in der Gegend, wird es schwer auszuweichen. Auch nicht betroffene, aber gefährdete Pflanzen sollten geschützt werden bevor die Wühlmäuse sie erst entdecken.

Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn verschiedene Methoden zur Vertreibung angewandt werden und diese so eingesetzt werden, dass den Haufenwerfern ein klarer „Ausgang“ zur Verfügung steht.

Wir wünschen viel Erfolg beim vergrämen, aber bitten folgendes zu Berücksichtigen: Besonders für den Maulwurf gilt, dass er ein Zeichen von guter Bodenquälität ist. Er fristt sehr gerne „Schädlinge“ wie Schnecken, Engerlinge und Schnakenlarven. Zudem besteht seine Nahrung zu 80% aus Regenwürmern, aber solange es eine gute Population Regenwürmer gibt, sollte dies kein Problem sein.

In jedem Fall steht er unter Naturschutz und darf weder gefangen noch verletzt werden.

Maulwurf Flyer des NABU (PDF 89 Kb)

Über den Autor:

Jasper hat Wurmwelten.de im Jahr 2006 gegründet. Nach einer Ausbildung im Kompostieren und einem Buch über Wurmkisten, widmet er sich in letzer Zeit neben dem Versandhandel, der Forschung über Regenwürmer und Komposttee.
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