Wie pflanze ich Bambus richtig?

Bambusrohr

Bambusrohr Markus53-pixabay

Bambus ist eine schnell wachsende Pflanze, die in vielen Gartenanlagen für ein dichtes und frisches Grün sorgt. Damit Ihr Bambus ebenso gut gedeiht, können Sie bereits beim Anpflanzen einige einfache Punkte beachten.

Die richtige Zeit

Sie haben Garten, Schaufel, Gießkanne und Bambuspflanze bereits zur Verfügung und warten nur noch auf den passenden Zeitpunkt zum Setzen? Sofern keine Frostgefahr droht, können Sie sofort loslegen! Bambus lässt sich außerhalb der eisigen Wintermonate ganzjährig anpflanzen. Beim Setzen nach Oktober ist ein Winterschutz in Form von Blättern oder Stroh allerdings ebenso ratsam, wie in den Sommermonaten verstärktes Gießen.

Wohin mit dem Pflänzchen?

Die richtige Wahl des Standorts variiert von Sorte zu Sorte. Einige Bambusarten bevorzugen Schatten, andere ein Plätzchen in der Sonne und wieder andere möchten beides. Was auf Ihre Pflanze zutrifft, erfahren Sie vom Verkäufer oder von der Rückseite des Namensblattes. Eines gilt jedoch für alle Arten: Windige Stellen sollten gemieden werden.

Gute Erde, schlechte Erde

Bambus liebt humosen Boden, der locker und wasserdurchlässig ist. Prüfen Sie die vorgesehene Stelle am Besten mit der Hand. Ist die Erde trocken oder wenig feucht und zugleich schön leicht, so wird ihr Bambus gerne seine Wurzeln darin ausbreiten. Sollten Sie einen Ort mit schwerem, dichten Erdreich auserkoren haben, so können Sie die Bedingungen für Ihre Pflanze noch verbessern. Dazu vermischen Sie die Aushuberde mit Substraten, um eine luftige, höchstens krümelige Konsistenz zu erreichen.

Geeignete Zugaben sind beispielsweise:

  • Kompost
  • Torf
  • Blumenerde
  • Bambuserde

Die perfekte Vorbereitung

Sie haben alles vorbereitet, müssen jedoch erst ein Loch graben? Ihre Bambuspflanze wartet gerne, während Sie arbeiten – am Liebsten an einem schattigen Ort, wo sie mit ausreichend Wasser versorgt wird. Vor dem Anpflanzen sollten Sie den Wurzelballen Ihres Bambus ausgiebig wässern. Tauchen Sie den Topf dazu in ein Wassergefäß, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Graben, aber richtig

Beim Ausheben eines Pflanzloches kommt es sowohl auf Breite als auch Tiefe an. Die doppelte Größe des Wurzelballen-Durchmessers entspricht der idealen Lochgröße. Achten Sie darauf, dass das umgebende Erdreich nicht zu fest ist, und erweitern Sie Ihre Grabung gegebenenfalls ein wenig. Die Bambuspflanze sollte in den ersten beiden Jahren nach dem Setzen ringsum weiche Erde vorfinden, um sich entfalten zu können. Befüllen Sie das Loch seitlich und am Boden mit ca. 10 cm lockerer Erde. So kann Regenwasser versickern, ohne Staunässe oder gar Moder zu verursachen.

Tipp: je schlechter die Bodenqualität, desto größer das Pflanzloch.

Ab in die Erde

Achten Sie beim Positionieren der Pflanze im vorbereiteten Loch darauf, dass keine Wurzeln beschädigt werden. Der obere Bereich des Wurzelballens sollte mit der umliegenden Erde abschließen. Füllen Sie das verbleibende Loch auf und drücken Sie die Erde leicht an. Nach dem Pflanzen sollten Sie Ihren Bambus ausgiebig gießen. Bei diesem sogenannten Einschlämmen werden letzte Hohlstellen verschlossen. Damit das Wasser nicht seitlich abrinnt, können Sie ringsum eine kleine Gießmauer aus Erde bauen.

Tipp: Wenn Sie möchten, können Sie die Füllerde mit etwas Rindermist verfeinern.

Nachsorge ist Fürsorge

Auch nach dem Setzen benötigt Ihr Bambus gelegentlich Ihre Ausmerksamkeit. Bis sich die Wurzeln gut im Boden verteilt haben gehört die Pflanze regelmäßig gegossen. Darüber hinaus können Sie das Nährstoffangebot zwei Mal jährlich durch Düngen verbessern – am Besten im Frühjahr und im Spätsommer. Geeignete Dünger für Bambus erkennen Sie an den Inhaltstoffen.

Wichtig ist:

  • ein hoher Stickstoffgehalt
  • ein möglichst niedriger Salzgehalt
  • Silizium

Tipps und Tricks:

  1. Achten Sie stets auf die Blätter des Bambus. Sind diese eingerollt, so benötigt die Pflanze mehr Wasser.
  2. Eine unkontrollierte Verbreitung von Bambus kann von Anfang an verhindert werden, indem Sie bereits beim Anpflanzen eine sogenannte Rhizomsperre (Wurzelsperre)
  3. Bei der Zersetzung von Rindenmulch verliert der Boden Stickstoff. Für ein optimales Wachstum Ihres Bambus Sie können Sie entweder auf die Verwendung von Rindenmulch verzichten oder den Stickstoffgehalt durch Düngen ausgleichen.
  4. Aus abgefallenen Blättern kann Ihr Bambus noch Nährstoffe gewinnen. Sie können den Laubrechen daher ruhigen Gewissens im Schuppen lassen.

  Weitere Artikel
  • No related posts found.