Wurmhäufchen bekämpfen





Wenn es zu einem Regenfall gekommen ist, so sieht man auf dem Boden oft mehrere Wurmhäufchen. Doch was versteckt sich dahinter? Wie kann man diese Häufchen auf dem Rasen verhindern? Wer im Herbst auf den Rasen geht, der sieht, dass die Regenwürmer sehr aktiv waren. Problematisch ist aber die Tatsache, dass die Schuhe daran leiden. Wurmhäufchen treten nämlich besonders häufig auf lehmigen Böden auf.

Warum die Regenwürmer hochwandern, das kann bis heute nicht eindeutig erklärt werden. Man liest oft nur, dass diese Tiere unten in der Erde nicht genügend Sauerstoff bekommen. Daher müssen sie in die luftigen Bodenschichten ausweichen. Allerdings haben mehrere Untersuchungen gezeigt, dass die Regenwürmer selbst in Böden, die überflutet sind, längere Zeit überleben können. Dieses Verhalten kann man auch beobachten, wenn man den Boden in leichte Schwingungen versetzt.

Man vermutet bis heute, dass die Würmer einem natürlichen Fluchtinstinkt erleiden. Dieses Verhalten wird durch leichte Erdvibrationen ausgelöst.

Viele Würmer und gesunder Boden

Die gute Nachricht ist, dass man sich glücklich schätzen kann, wenn es viele Wurmhäufchen gibt. Zwar kann der erste Eindruck täuschen. Man kann auch denken, dass diese vielen Häufchen zu viele Probleme bringen.

Allerdings zeigen die vielen Regenwürmer, dass der Boden gesund ist und hervorragende Lebensbedingungen bietet. Davon profitiert natürlich ganz besonders der Hobbygärtner. Würmer haben im Garten nämlich eine ganz wichtige Funktion. Sie haben die Fähigkeit mit ihren Tunneln den Boden aufzulockern. Dem Gärtner bleibt somit einiges an Arbeit erspart.
Weiterhin wird ein regenwurmreicher Boden jedes Jahr immer lockerer. Er liefert somit auch höhere Erträge.

Doch wie kann man die Wurmhäufchen reduzieren? Zu viele sollten es auch nicht sein

Wer sich an den vielen Häufchen stört, der sollte gegen das Wurmverhalten nicht angehen. Vielmehr sollte der Gärtner dafür sorgen, dass die Erde durchlässiger wird. Dies kann man beispielsweise durch das Aerifizieren erzielen. Dazu kann man eine breite Gabel verwenden. Allerdings ist dies sehr zeitaufwendig und vor allem anstrengend.

Besser ist es, wenn man den Rasen im Frühjahr vertikutiert. Danach kann man eine Schicht mit Bausand auftragen. Diese Schicht ist für den Rasen sehr gut. Wenn man dieses Vorgehen mithilfe einer Baumschule jedes Jahr wiederholt, so wird die obere Bodenschicht durchlässiger.

Über den Autor:

Jasper hat Wurmwelten.de im Jahr 2006 gegründet. Nach einer Ausbildung im Kompostieren und einem Buch über Wurmkisten, widmet er sich in letzer Zeit neben dem Versandhandel, der Forschung über Regenwürmer und Komposttee.
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