Wurmkompost im Gewächshaus: Mehr Ertrag mit dem „schwarzen Gold“

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Wer ein Gewächshaus oder einen Wintergarten hat, kennt das Problem: Die Erde in Kübeln und Hochbeeten laugt schneller aus als im freien Garten, weil ständig geerntet und selten wirklich aufgefüllt wird. Wurmkompost ist eine der einfachsten Antworten darauf – und wer ihn selbst herstellt, spart sich teure Fertigdünger gleich mit.

Wurmhumus im Gewächshaus

Warum Wurmkompost ins Gewächshaus gehört

Kompostwürmer wandeln Küchenabfälle und Gartenreste in ein Substrat um, das deutlich konzentrierter ist als normaler Gartenkompost. Der Grund liegt im Verdauungsprozess der Würmer selbst.

Was im Wurmhumus steckt

Beim Durchgang durch den Wurmdarm werden Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium in eine Form gebracht, die Pflanzenwurzeln direkt aufnehmen können. Gleichzeitig enthält das Material Huminstoffe und Mikroorganismen, die die Bodenstruktur verbessern und Wasser besser speichern.

So wirkt Wurmkompost auf Pflanzen im Gewächshaus

Das ist keine reine Werbebehauptung der Wurmkisten-Szene. Eine im Fachjournal veröffentlichte Gewächshausstudie zu Tomatenpflanzen zeigte, dass mit Wurmkompost gedüngte Tomaten höhere Erträge und bessere Fruchtqualität lieferten als Pflanzen, die nur mineralisch gedüngt wurden. Auch der Boden selbst profitierte über mehrere Anbauzyklen hinweg.

Gerade im geschützten Klima eines Gewächshauses, wo Pflanzen oft Jahr für Jahr in derselben Erde stehen, macht sich dieser Effekt schneller bemerkbar als im offenen Beet.

Wurmkompost richtig anwenden

Dosierung im Gewächshausbeet

Für Beete im Gewächshaus reichen in der Regel 100 bis 150 Gramm Wurmhumus pro Quadratmeter, leicht in die obere Erdschicht eingearbeitet. Bei Kübelpflanzen genügt meist eine Beimischung von etwa 10 Prozent zur normalen Pflanzerde.

Wurmtee als schnelle Ergänzung

Wer schneller wirken will, löst einen Liter Wurmhumus in fünf Litern Wasser auf, lässt das Gemisch kurz ziehen und gießt damit direkt an der Wurzel. Dieser „Wurmtee“ liefert Nährstoffe sofort und wird von vielen Hobbygärtnern als Ergänzung zur Grunddüngung genutzt.

Wichtig ist dabei das Raumklima: In einem gut isolierten Wintergarten oder Gewächshaus, wie sie beispielsweise WillabGarden anbietet, bleibt die Temperatur gleichmäßiger, wodurch sich Mikroorganismen im Boden das ganze Jahr über aktiv halten und die Düngewirkung besser ausschöpfen können.

Die eigene Wurmkiste als Kompostquelle

Wurmkiste befüllen

Eine Wurmkiste direkt neben dem Gewächshaus oder Wintergarten zu platzieren, verkürzt die Wege erheblich – Küchenabfälle wandern hinein, fertiger Humus wandert direkt ins nächste Beet. Wie sich beide Bereiche sinnvoll auf kleinem Raum kombinieren lassen, zeigt unser Ratgeber zu Pflanzen, Gewächshaus und Wintergarten. Genaue Mengenangaben und Anwendungsschritte finden sich zudem in unseren Dünger-Anleitungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich Wurmkompost im Gewächshaus einsetzen?

Eine Grundgabe zu Beginn der Saison reicht meist aus, ergänzt durch Wurmtee alle drei bis vier Wochen während der Wachstumsphase.

Kann man Wurmkompost überdosieren?

Ja, zu große Mengen können den Nährstoffhaushalt aus der Balance bringen. Die empfohlenen Mengen pro Quadratmeter sollten daher eingehalten werden.

Eignet sich Wurmkompost für alle Gewächshauspflanzen?

Die meisten Gemüse- und Zierpflanzen vertragen ihn gut, besonders Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika reagieren spürbar positiv.

Riecht Wurmkompost im Gewächshaus unangenehm?

Reifer Wurmhumus riecht neutral bis leicht erdig, vorausgesetzt die Wurmkiste wird richtig betrieben und nicht überfüttert.

Lohnt sich eine eigene Wurmkiste, wenn ich nur ein kleines Gewächshaus habe?

Ja, schon eine kleine Wurmkiste liefert genug Humus für mehrere Kübel oder ein kompaktes Hochbeet und macht dabei sinnvolle Reste aus der Küche.

Fazit

Wurmkompost ist kein Wundermittel, aber ein solides, gut erforschtes Werkzeug, um Gewächshauspflanzen über die gesamte Saison hinweg zu versorgen. Wer die eigene Wurmkiste konsequent nutzt, bekommt nicht nur einen kostenlosen Dünger, sondern auch gesündere Erde – Saison für Saison.


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Wurmmann

Über den Autor

Jasper hat Wurmwelten.de im Jahr 2006 gegründet. Nach einer Ausbildung im Kompostieren und einem Buch über Wurmkisten, widmet er sich in letzer Zeit neben dem Versandhandel, der Forschung über Regenwürmer und Komposttee.


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