Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Bokashi: Das kompostieren mit effektiven Mikroorganismen (EM)
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von bigsur » Sa 2. Feb 2019, 13:56

Ich habe es auch nicht ausgehalten, ohne Kontrollblick die Sache sich selbst zu überlassen. Beim Öffnen des Deckels kam mir der selbe üble Geruch wie vorher entgegen. auch war die Oberfläche trocken und von Blubbern oder ähnlichem war nichts zu sehen. Ich vermute, die 1,5l Flüssigkeit auf ca. 15l verfestigte Biomasse haben nicht ausgereicht.

Was würdet Ihr raten?

Den Versuch wie von *Ces* vorgeschlagen könnte ich nun nachholen. Allerdings müsste ich die Masse dann zerlegen, oder würde es genügen, wenn ich einfach 2 Teile mache und diese dann jeweils mit EM / Sauerteig übergieße?
Müsste man EM/Sauerteigflüssigkeit unter mischen?
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*Ces*
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von *Ces* » Sa 2. Feb 2019, 16:15

Also wenn es immer noch so stinkt, würde ich es entsorgen.
Aber bin gespannt was die anderen sagen
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von bigsur » Di 5. Feb 2019, 00:12

*Ces* hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 16:15
Also wenn es immer noch so stinkt, würde ich es entsorgen.
Aber bin gespannt was die anderen sagen
Ich habe es noch nicht übers Herz gebracht. Der Deckel des Eimers wölbt sich leicht und es dringt ein minimaler Gestank durch. Wie würdet Ihr vorgehen? Entsorgen im Restmüll oder im Garten, oder erneut ansetzen?
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von Eberhard » Di 5. Feb 2019, 12:41

"Entsorgen" soll was genau heißen? Wer einen Garten hat und organische, überwiegend pflanzliche Reststoffe, wird doch nicht an das Wegschmeißen denken, oder?

Es gibt Mittelchen, Gerüche zu binden: Sägespäne, Pflanzenkohle, EM. In das Substrat einmischen, das Ganze damit abdecken. Etwas Erde (Mineralisches) dazu, und schon startet man im Haufen die Vererdung. Im Frühjahr kann man dann solchen Rohkompost als Mulch verwenden und derart schnell den Platz zurückgewinnen.

Die originalen Bokashi-Eimer haben einen Abflusshahn, um stehende Flüssigkeit abzulassen. Diese Flüssigkeit hat wohl auch einen Anteil daran, wenn es stärker riecht. Man kann sie besser nutzen, wenn man sie unmittelbar verdünnt als Gießwasser einsetzt oder auch holzlastige und Laubkomposte mit den enthaltenen Stoffen und Mikroorganismen anreichert.
Gegen Neuansetzen spricht also auch nichts.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von bigsur » Fr 8. Feb 2019, 16:39

Ich bereite gerade das neue Ansetzen von 2 Bokashi Eimern vor, wobei nur ein Eimer mit "Bokashi" Technik (EM) versorgt wird, der andere mit Sauerteigkulturen.

In der Vorbereitung habe ich mich mal durch den stinkenden Eimer des misslungen Bokashi -> Sauerteig Experiments gewühlt und festgestellt, dass er in tieferen Schichten gar nicht mehr feucht war. Das heißt, die 1,5l Sauerteigwasser wurden im oberen Bereich absorbiert. Wahrscheinlich kam es zu einem Stau durch die starke Vorverdichtung.

Jetzt werde ich in einzelnen Lagen alles neu aufbauen, unklar ist mir aber immer noch der Feuchtegehalt. Wie feucht soll es sein? Auch habe ich nur EM-Schrot und keine Flüssiglösung - wie macht Ihr das? Setzt Ihr mit dem Schrot eine flüssige Lösung an, oder verteilt Ihr das Schrot und besprüht anschließend mit Wasser?
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von Wuseline » Di 18. Jun 2019, 12:57

Ich hab einen Bokashi Eimer. Der ist feucht ohne stehendes Wasser. Mit Sauerteig hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Gestunken und bäh.

Ich besprühe jede Schicht mit Brottrunk, den ich auch selbst herstelle. Das funzt. Es riecht immer wie Äppler.ich fülle den Bokashi mit Strohpellets und der Hinterlassenschaft der Frettchen. ESSensreste, Knochen, Zitrusfrüchte, Brotreste usw kommt auch hinein. Grünzeug und Eierschale auch mal eher selten. Auch Kohle, selbst hergestellte und Gesteinsmehl, ist aber kein muss. Ein Ablaufhahn braucht man nicht, wenn man saugende Materialien verwendet.

Nach 4 wo fermentieren kommt s in den Kompost. Das älteste Kompostmaterial für die Würmer, der ist halb verrottet und etwas mehr.
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von Wurmtraum » Mi 7. Aug 2019, 06:57

Hallo Wuseline,
darf ich fragen wie du deinen Brottrunk selber herstellst?
Könntest du bitte das Rezept bzw. Anleitung im Forum einstellen?

Einen Test mit jeweils verschiedenen Ansatzflüssigkeiten (Sauerteig, Kombucha, Wasserkefir und Brottrunk) würde ich die nächsten Wochen auch gerne mal probieren.
Ob die Würmlis eine gewisse Art der Umsetzung dann bevorzugen werden, wäre auch interresant.
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von freestyle » Mi 7. Aug 2019, 16:16

Hallo Wuseline,

mich würde dein Brottrunk auch interessieren. Eigentlich hatte ich Bokashi für mich ausser Acht gelassen. Bin nicht bereit zig Euro für Extra Eimer, EM etc auszugeben. Nachdem ich jetzthttps://www.youtube.com/watch?v=R5ZseA-60hA gesehen habe, bin ich doch wieder interessiert. Zusammen mit Brottrunk durchaus (nach) machbar.
https://www.youtube.com/watch?v=R5ZseA-60hA[/youtube]
Vielen Dank
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von Wuseline » Fr 9. Aug 2019, 17:45

Ich Koch brot mit wasser auf. Siebe es ab und lass es abkühlen und impfe es mit gekauften brottrunk. auf 1 L ca 100 ml. Später nahm ich eignen. Ich gab also zur abgesiebten und abgekühlten Lösung aktiven brottrunk und Melasse und ließ es drei Tage stehen. Dann füllte ich es in weckgläser mit gummi, sodass druck entweichen kann. So hoch wie es ging. Durch das sich sammelnde co2 oben, Dichtet es sich allein ab, schützt vor verderb und unterdruck bildet sich. So ist es monate haltbar. Bei Raumtemperatur. Offene gläser in den Kühlschrank, bei sauerstoff kontakt wird es sofort aktiv. 1:50 verdünnt verwende ich es.

Man kann genausogut vor Ort brottrunk kaufen und 1:50-1:100 verwenden, sollte günstig sein.
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Re: Selbstgemachter Bokashi mit Sauerteig als Wurmfutter

Beitrag von Wurmtraum » Sa 10. Aug 2019, 10:28

Hallo Wuseline,
recht vielen Dank für dein Rezept mit Anleitung.
Ist die Brotsorte egal oder eher Roggenbrot oder Sauerteigbrot?
Die weitere Vermehrung erfolgt dann wie beim Kombucha, in dem man immer pro 1 Liter ca. 100 ml Impfbasis von dem fertigen Getränk zurückbehält um den neuen Ansatz mit den Hefen und Mikroorganismen zu aktivieren.
Das wird die Tage gleich gestartet!
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