Kann ich das verfüttern?

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
Hummelbrumm
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Hummelbrumm »

ach und was ich mich noch bei teebeuteln gefragt habe, warum stehen die würmer so sehr drauf? da bilden sich unter den beuteln immer richtige gelage...
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Trulllla
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Trulllla »

Ich finde schon komisch, worauf Würmer manchmal so stehen.
Ich habe meinen nach etwas Diät folgendes in die Kiste gegeben:

Banane
überreife Birne
aufgetauten Rosenkohl aus dem Tiefkühler

Gestürzt haben sie sich auf den Rosenkohl. Und ich meine nicht, dass das nur daran lag, dass der tiefgefroren war. Ich habe schon öfter gesehen, dass die Judels weiches Futter fressen, trotzdem es frisch und komplett milbenfrei etc war. In getrocknete Esskastanien haben sie förmlich Gänge geschlappert. Die Kastanien sind zwar nicht weich, aber haben einen hohen Nährstoffgehalt. Vielleicht wissen die Judels einfach, was ihnen gerade fehlt.


Übrigens, Rosenkohl und anderen Kohl würde ich für drinnen sicher nicht empfehlen. Das stinkt!!
Nin0602
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Nin0602 »

Guten Morgen.
Hab für drinnen auch eine wurmfarm.
Jetzt fällt im Garten aber lauter "Müll" an. Zb hab ich den Salbei zurückgeschnitten. Darf ich Kräuter und Salbei auch den Würmern geben oder eher nicht? Außerdem hab ich noch nen fast welken rotkohl Kopf. Wie schaut es damit aus?
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Trulllla
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Trulllla »

Da fällt mir erstens ein, dass die schiere Menge vermutlich die Kapazität einer Wurmfarm übertrifft.
Kohl kann rein, stinkt aber. Würde ich nach meiner Erfahrung mit Rosenkohl nur bei einer Wurmkiste im Freien machen.
Salbei: ich glaube ätherische Öle sind mir Vorsicht zu genießen. Aber schau doch mal in die Futterliste von Jasper, bzw schreib's bei Bedarf dazu, dann kriegst du in der Liste die Antwort dazu von Jasper.
Nin0602
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Nin0602 »

Ok danke schön für den Tipp. An die Öle hab ich jetzt nicht dran gedacht.
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Trulllla
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Trulllla »

Schau mal hier rein:
Wurmmann hat geschrieben: Fr 2. Nov 2018, 09:01 Hier die Gewünschte Liste:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... -HJY#gid=0
Worma
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Worma »

Und abgesehen von den ätherischen Ölen kommt es auch darauf an, wie verholzt die Stängel sind. Wenn sie starkt verholzt sind, dauert es in der Kiste seeeehr lange, bis sie verarbeitet sind. Etwas strukturgebendes Material ist gut, aber wenn es zu viel wird, solltest du es lieber anderweitig verschaffen. Z.B. kleingeschnitten als Mulchmaterial zurück aufs Beet.
Sonnige Grüße
Worma

P.S.: Die Überlegung mit den ätherischen Ölen gilt für alle Kräuter. Ich hab nichtsahnend mal einen trockenen Lavendelstrauß in der Kiste "entsorgt". Zum Glück war sie da schon gut eingelaufen und die Judels hatten genügend Platz, sich zu verkriechen, so dass es nichts ausgemacht hat. Ein paar Tage roch sie aber für meine Nase echt gut :P
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Pfiffikus »

Worma hat geschrieben: Fr 22. Mär 2019, 09:33 Wieder mal so ein Augenöffner, ...
Nun ja, informativ war es schon, den zu lesen. Aber es wird aus meiner Sicht zu viel Panik im die geringen Beimengungen aus erdölbasierten Bestandteilen gemacht.

Insbesondere stößt mir die Meinung der Autorin über PLA-Kunststoff. Richtig! Er kann in unseren Kompostern nicht umgehend abgebaut werden, da das zu langsam geht. Ich sage aber: "Na und?"
Praktisch werden im Kompost einige Teile/Splitter/Partikel aus diesem Material verbleiben. Und dann? Dann werden sie verwendet, um irgendwelche Blumen zu düngen und letztendlich mit der Gartenerde vermischt. Und dann? Dann liegen sie noch ein paar Jahre im Garten herum und werden entweder von irgendwelchen Asseln/Springschwänzen verspachtelt oder sie haben dort ein paar Jahrzehnte Zeit, um auf ihren vollständigen Abbau zu warten. Wo ist das Problem?
(OK, ich weiß - wenn aus diesem Material kompostierbares Geschirr und Besteck hergestellt wird, bleiben größere, unästhetischere Reste zurück, die ich im Garten nicht sehen will. Aber in diesem Artikel geht es um Teebeutel!!)


Ja und dann stört sie sich noch an diesen kleinen Fasern im Stoff der Beutel.
Die Realität ist aber scheinbar, dass viele Papierteebeutel zu einem Teil aus Plastikfasern bestehen. Im falschen (und von einigen Herstellern auch noch propagierten) Glauben, dass diese Teebeutel auf den Kompost geworfen werden können, produzierst du leider Mikroplastik.
Na und?
Selbst, wenn sich im fertigen Kompost einige Mikroplastikpartikel befinden, so ist es ziemlich ausgeschlossen, dass diese über die Kanalisation ins Meer gespült werden oder dass sie anderweitig Schaden anrichten. Vielmehr werden die sich fast so inert verhalten, wie so manches Sandkorn. (Letztendlich haben sie aber auch nicht das ewige Leben, nach einigen Jahrzehnten werden sie bei Denitrifikationsprozessen als Kohlenstofflieferanten verspachtelt werden.) Also aus welchen Gründen sollte man Anstoß an diesen Partikeln nehmen? Warum sollte man solche Teebeutel verteufeln?


Pfiffikus,
der darauf hinweist, dass die jungen Wale an ganz anderen Plastikteilen zugrunde gehen
Eberhard
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Eberhard »

Eigentlich kann man Teebeutel ganz vermeiden - da kann man nicht mal sehen, was da hineingekehrt wurde.

Mein Tee kommt aus eigenem Anbau: Zitronenmelisse, Salbei, Schweizer Minze, Englische Minze, Marokkanische Minze, Kamille, Ringelblumenblütenblätter, Erdbeerblätter, Jiaogulan. Brombeerblätter und Lindenblüten entnehme ich der benachbarten Natur.
Mit etwas Glück folgen dieses Jahr Schisandra-Beeren und Baldrianblüten.
Ich komme da nie auf die Idee, dieses zu vertüten.

Tee - ein paar Blätter in heißes Wasser. Was soll da Papier und Plastik?
Jetzt fällt im Garten aber lauter "Müll" an.
Anderenorts werden Würmer zur Dekontamination von Böden eingesetzt, da sollten sie auch mit den "Gartenmüll" klarkommen. Man wird sich aber gerade in so kleinen Einheiten wie einer Wurmfarm leichter tun, wenn man mengenmäßig nicht übertreibt. Konstante Vielfalt wird besser sein als drastische Umstellungen.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Kann ich das verfüttern?

Beitrag von Pfiffikus »

Hier wurde mal die Abbaubarkeit von verschiedenen Kunststoffen untersucht. Trotz allem Pessimismus, der uns aus diesem Artikel entgegenkommt, entnehme ich einiges Hoffnungsvolles.


Pfiffikus,
der inzwischen auch andere Dinge zum Thema Kunststoffe recherchiert hat
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