einmal mit...

Themen rund ums biologische Gärtnern sind hier richtig. Auch Fragen um Wurmhumus werden hier beantwortet.
Wurmmama
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Re: einmal mit...

Beitrag von Wurmmama »

@Flomax

Ja, ich hatte mir letztes Jahr im November drei Pflanzen übers Internet bestellt. Sie fingen ziemlich schnell an zu mickern und die Blätter abzuwerfen. Im Frühjahr hatte ich dann nur noch drei vertrocknete Strünke. Die hab ich in einen Topf Erde mit Wurmhumus gesetzt, wo zwei davon dann auch austrieben. Sie wuchsen schön, bis die weiße Fliege kam. Die hat den Pflanzen echt zugesetzt. Ich habe sie dann rausgesetzt und sie abgeschrieben. Erstaunlicherweise haben sie dann doch ausgetrieben und haben jetzt so ca. 40cm lange Triebe.

Ich würde gerne absenkern, trau mich aber nicht so recht ran. Mal sehen, vielleicht experimentiere ich doch noch ein bißchen.

Nur, ich bin überzeugt davon, dass ich mir die häßlichen weißen Fliegen mit der Anzuchterde reingeschleppt habe und will jetzt eigentlich keine mehr kaufen. Gartenerde habe ich auch nicht, Erde kann man das hier echt nicht nennen, eher lehmigen Schlamm. In Kokohum sind die Kräuter nix geworden, s.o.

Wenn ich Sand untermische, was nehme ich da für welchen? Welche Körnung ist am sinnvollsten?
wurmige Grüße
Wurmmama
utawurm
Schon länger dabei
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Re: einmal mit...

Beitrag von utawurm »

hallo ihr alle da,

das mit dem namen kann schon mal vorkommen-ist verziehen. das blütenfoto entschädigt :).

mit petersilie hatte ich auch immer nur pech. diesmal habe ich gleich nach dem kauf im normalen supermarkt meinen petersilientopf in wurmhumus und einen größeren topf gesetzt und in der küche auf die fensterbank gestellt, bis 14 uhr sonne. wurmhumus hatte ich selbst noch nicht genug und habe mir hier in der nähe aus einer anderen wurmfarm einen probebeutel mitgenommen und weil ich so begeistert war von dem erfolg, habe ich mir noch einen größeren sack nachbestellt. meine hibiskuspflanzen habe ich allesamt dahinein getopft und sie haben fast sofort so doll geblüht, wie seit jahren nicht mehr. jetzt habe ich sie aber beschnitten, weil sie mir immer zu groß werden, daher blühen sie gerade nicht.
ich denke das sind eindeutige beweise für "bessere" blumenerde...
und basilikum hatte ich um diese zeit kaum noch, mein topf steht immer noch auf dem balkon und ist fett grün und ich kann jederzeit ernten.

ich experimentiere auch weiter.

mal sehen ob ich mich an fotos heranwage irgendwann.

aber noch eine frage zur wurmbox. die ablasshähne lassen sich zunehmend schwerer auf- und zudrehen, kennt ihr dieses phänomen auch? ich hab joghurteimercher dran, weil sie auch permanent ein wenig tropfen...

mlg utawurm
kiko63505

Re: einmal mit...

Beitrag von kiko63505 »

Hallo Utawurm,

fotos wären sehr willkommen und schwer ist das ganze auch nicht wirklich... also ran und hier einstellen.
Bei den ablasshähnen dürfte es sich um die gleichen wie bei den wasserfässern handeln, recht einfache bauart. Möglicherweise ist der hahn ein wenig verschmutzt und muss mal gereinigt werden. Normalerweise lässt sich der hahn auseinanderziehen, einfach mal versuchen das teil mit dem griff nach oben heraus zu ziehen. Das tropfen der hähne ist leider kaum zu vermeiden, ist eben eine sehr einfache bauart. Abhilfe könnte ein schlauch sein, welcher auf den hanh aufgesteckt wird und das offene ende ein wenig nach oben hängen.
Einige Tests in sachen wurmhumus werde ich im nächsten jahr ebenfalls machen, zumindest habe ich vor alle zimmerpflanzen in ein gemisch aus wurmhumus und meiner sonstig benutzten erde zu setzen. Auch die topfbambusse sollen von dem wurmhumus enthalten. Schauen wi einfach mal was dabei herauskommt.

mfG
kiko
kiko63505

Re: einmal mit...

Beitrag von kiko63505 »

Hallo in die Runde,

Heute habe ich meine Kurkumapflanzen ausgetopft, hier die ergebnisse.
Die pflanze mit wurmhumus hatte es zu einer blüte gebracht, die pflanze ohne wurmhumus war lediglich grün.
Beim austopfen allerdings stellte ich fest das die pflanze mit wurmhumus wesentlich kleinere wurzeln hatte, saugwurzeln waren so gut wie nicht vorhanden. Einige zwiebeln waren auch verfault obgleich die pflanze in einem topf stand der abzugslöcher hatte.
Die pflanze ohne wurmhumus stand in einem topf ohne abzugslöcher, hatte allerdings ein drainagekissen. Verfault war hier keine zwiebel, die wurzeln waren ausgeprägt und die saugwurzeln, die liegen nun in der wurmbox, waren sehr ausgeprägt und hatten sich im drainagekissen verewigt.
Wenn ich nun nach den wurzeln entscheiden müsste so hat die pflanze ohne wurmhumus das rennen gewonnen, aber es kommt ja ein neues jahr und der test wird wiederholt.

mfG
kiko
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Re: einmal mit...

Beitrag von Wurmmann »

Hallo Kiko,
ein sehr interessanter Versuch! Ich benutze Kurkuma ständig in der Küche und wäre wirklich daran interessiert es auch mal selber anzupflanzen. Verstehe ich das richtig, das es möglichst größe Wurzeln sein sollten?

Ich habe schön ein paar mal gehört das einige Pflanzen die mit Wurmhumus gedüngt wurden, kleinere Wurzeln entwickelten. Das waren meist Pflanzen, die eigentlich nur sehr wenig Dünger brauchten. Ein Gartenexperte erklärte mir das das wahrscheinlich so ist weil die Pflanzen dann aufhören nach mehr Nährstoffen zu suchen. Ob das der Grund ist, weiss ich nicht. Brauchen Kurkuma pflanzen viel Dünger?

Bei Tomaten und Rosen (Starkzehrer) mache ich seit Jahren eine Gegenteilige Beobachtung. Die Wurzeln sind meist etwas stärker (damit meine ich etwas dicker und etwas mehr ausgeprägt) als bei denen die ich nicht mit Wurmhumus dünge.

Das mit den verfaulten Zwiebeln ist ja wirklich ärgerlich! Meinst Du das Kurkuma einen wasserdurchlässigeren Boden braucht? Wurmhumus speichert das Wasser ja doch sehr...
kiko63505

Re: einmal mit...

Beitrag von kiko63505 »

Hallo Wurmmann,
Wurmmann hat geschrieben:ein sehr interessanter Versuch! Ich benutze Kurkuma ständig in der Küche und wäre wirklich daran interessiert es auch mal selber anzupflanzen. Verstehe ich das richtig, das es möglichst größe Wurzeln sein sollten?
Meine erfahrungen mit kurkumapflanzen belaufen sich auf ein jahr, ich kann daher nicht allzuviel sagen. Das experiment mit der pflanze aus diesem jahr lief nicht so wie ich es gehofft hatte, allerdings stand dieses experiment von anfang an unter einem schlechten stern. Ein neuer versuch findet allerdings ende februar nächsten jahres statt.
Bei den wurzeln handelt es sich um eine art knolle die zwiebelänlich ist und in meinem fall die größe +-von taubeneiern hat, siehe bild
Alle bisherigen informationen zu der kultivierung der pflanze, die ich bisher gefunden habe, sind sehr wiedersprüchlich und lassen keine klare aussage zu. Übereinstimmend war allerdings das die pflanze es nicht sehr nass mag. Alles andere waren wiedersprüche wie: Sonne gegen halbschatten, ausgraben gegen im topf überwintern, mäßig düngen gegen 4 mal düngen im monat usw. Bleibt also nur der test übrig um das alles herauszufinden.
mfG
Kiko
Ich habe schön ein paar mal gehört das einige Pflanzen die mit Wurmhumus gedüngt wurden, kleinere Wurzeln entwickelten. Das waren meist Pflanzen, die eigentlich nur sehr wenig Dünger brauchten. Ein Gartenexperte erklärte mir das das wahrscheinlich so ist weil die Pflanzen dann aufhören nach mehr Nährstoffen zu suchen. Ob das der Grund ist, weiss ich nicht. Brauchen Kurkuma pflanzen viel Dünger?

Bei Tomaten und Rosen (Starkzehrer) mache ich seit Jahren eine Gegenteilige Beobachtung. Die Wurzeln sind meist etwas stärker (damit meine ich etwas dicker und etwas mehr ausgeprägt) als bei denen die ich nicht mit Wurmhumus dünge.

Das mit den verfaulten Zwiebeln ist ja wirklich ärgerlich! Meinst Du das Kurkuma einen wasserdurchlässigeren Boden braucht? Wurmhumus speichert das Wasser ja doch sehr...
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Zuletzt geändert von Wurmmann am Sa 11. Dez 2010, 01:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: einmal mit...

Beitrag von Wurmmann »

Schade das das nicht einfacher zu sein scheint. Ich drücke Dir die Daumen fürs nächste Jahr!
Übereinstimmend war allerdings das die pflanze es nicht sehr nass mag.
Dann ist Wurmhumus vielleicht nicht so gut. Einer der Vorteile ist die wasserspeicherfähigkeit...
Vielleicht nur mit Wurmtee düngen?
kiko63505

Re: einmal mit...

Beitrag von kiko63505 »

Moin Wurmmann,

rückschläge sind immer zu erwarten, wobei ich nicht davon ausgehe das die pflanzen wirklich zu feucht gehalten wurden. Vermutlich war der start schon falsch, frauchen hatte die wurzeln selbst eingetopft, wobei der zeitpunkt des eintopfens der richtige war. Der fehler stellte sich nach gut 4 wochen heraus. Als nach ca. 4 wochen noch immer kein lebenszeichen der wurzel zu erkennen war musste ich doch einmal nachschauen. Vorsichtig tastete ich mich mit den fingern ins substrat, ich konnte aber selbst auf fingertiefe die knollen nich fühlen. Kurzerhand habe ich dann den topf ausgelehrt, vielleicht ein wenig rücksichtslos. Bei dieser aktion dann stellte ich fest das die knollen vieeeeeeel zu tief im substrat eingelassen waren und das die knollen fleissig am treiben waren. Bei der aktion ist natürlich ein teil der wurzeln und knollen zerstört worden. Ich habe dann die knollen geteilt und in 2 töpfe gesetzt was dann zu dem versuch geführt hat.
Die neuen startbedingungen waren also denkbar schlecht. 4 wochen verzögerung mit angeschlagenen knollen kann selbst wurmhumus kaum noch wett machen. Wobei die wurmhumuspflanze es immerhin noch geschafft hat eine blüte zum vorschein zu bringen.
Der neustrat im nächsten jahr erfolgt im gleichen substrat, das substrat ist noch gut aufgehoben. Es werden wieder 2 töpfe sein und der inhalt beider töpfe wird dann noch mit je0,5l wurmhumus gemischt. Beide pflanzen werden dann im 4 wochentakt ein wenig gedüngt, ein topf erhält einen handelsüblichen blühdünger, der andere erhält wurmtee als dünger. In einigen monaten dann werden wir sehen was sich getan oder nicht getan hat.
mfG
kiko
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