Bokashi für wurmfarm

Bokashi: Das kompostieren mit effektiven Mikroorganismen (EM)
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Nin0602
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Bokashi für wurmfarm

Beitrag von Nin0602 » So 8. Dez 2019, 12:53

Hallo,
Ich habe gerade den ersten fertigen Eimer bokashi mit Erde in einem großen Kübel gemischt. Wie lange dauert es bis sich der ph Wert stabilisiert und es zur kompletten vererdung in die wurmfarm geben kann? Funktioniert das überhaupt?
Lieben Gruß
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von Wurmmann » Do 19. Dez 2019, 01:01

Hallo,
bitte NICHT in die Wurmfarm geben. Wie und Warum steht hier: https://www.wurmwelten.de/bokashi-kompostwuermer/

Viel Erfolg!
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von WurmfOrts4tz » Sa 15. Feb 2020, 22:06

Hallo zusammen.

ich habe auch seit 2 Jahren zwei Wurmfarmen am Laufen (die Würmer kommen natürlich von Jasper). Ich habe meinen Bokashi bisher, nach der Reifung im Bokashieimer, in einem großen Plastikregenfass (200l), in das ich unten viele Löcher (8-10mm) gebohrt habe, vererdet.
Hier rein hatte ich im ersten Jahr (2018) eine Handvoll Würmer aus der Wurmkiste gegeben und in dem Fass ist wirklich ordentlich was los.

Letztes Jahr habe ich 2 Hochbeete mit jeweils 3qm Grundfläche gebaut. Im Herbst, nachdem das Beet abgeerntet war, dachte ich, ich könnte doch meinen Bokashi direkt im Beet vererden. Ich habe auf gut einem Viertel der Fläche ca. 10cm Bokashi eingegraben und dann etwas Erde drüber gemacht. Auf einem weiteren Viertel wurde ca die gleiche Menge gekochte Quitten (Reste vom Entsaften für Quittengelee) eingegraben.
Vom Zeitraum reden wir hier von Oktober / November.
Abgedeckt wurde das Ganze mit gut 10-20cm Blättern von unserem Gingko.

Letzte Woche habe ich die Gindkoblätter auf die Seite geschoben und vom Bokashi war nichts mehr übrig. Wirklich: nichts. Nur extrem krümelige, tiefschwarze Erde (ich muss dazu sagen, dass ich im Bokashi Pflanzenkohle nutze).

Würmer sind an diesen Stellen allerdings auch keine aufgetaucht, als ich gegraben habe. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie an der Aktion nicht beteiligt waren.
Wie gesagt - wir reden hier von gerade einmal 2-3 Monaten.

Dass frischer Bokashi viel zu sauer ist, glaube ich sofort. Ist der aber einige Zeit an der frischen Luft, scheint es mir, dass die Würmer extrem darauf stehen.
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von roman0906 » So 16. Feb 2020, 20:19

Ich mach das anders rum, die Würmer kommen zum Bokashi,
in einer 70 Liter Box mit Deckel in dem ein Zehntel der Fläche offen und mit Gaze abgedichtet ist.
In diese Box kommt unten eine größere Menge Kartonage zwecks der noch vorhandenen Feuchtigkeit. Darauf kommt der Inhalt von 2 fertig fermentieren Bokashi-Eimern (ich habe 6 Bokashieimer, die fermentieren 2 bis 3 Monate). Drüber kommt großzügig Kalk und Urgesteinsmehl sowie ca. 10 cm Erde. Das ganze bleibt ca. 4 Wochen stehen.
Nach 4 Wochen kommt der Inhalt einer aktiven (30 Liter Eimer) Dendrobena-Wurmfarm in die Box (dürften 10 Liter Material mit Würmern in allen Altersstadien sein). Die Würmer bleiben erst an der Oberfläche in gewohnten nährstoffreichen Substrat und fangen mit der Zeit an, sich von oben nach unten durch die Box zu arbeiten. Da ich dafür transparente Boxen verwende, kann man den Vorgang ganz gut beobachten.
Ich denke, das wichtigste ist, die Würmer mit "ihrem" persöhnlich aktiven Material zuzugeben, es ist zwar etwas Aufwand immer mal wieder eine Wurmfarm hochzuziehen, aber es funktioniert gut. Ich habe es einmal mit frisch gekauften Würmern probiert, das war nix.
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von Wurm-Bine » Mo 17. Feb 2020, 16:33

Wow, auch eine interessante Variante. Ich habe meinen Bokashi im Hochbeet vererdet, hatte aber schlechte Erfahrung mit Würmern. Vor der Vererdung war das Hochbeet ein wuseliges, lebendiges Wurmparadies. Dann habe ich auf einer Seite des Hochbeets (ca. 50x50cm) in etwa 10 cm Tiefe eine Lage (5 - 10 cm mächtig) Bokashi eingebracht. Auf dieser Seite waren eine Woche später keine Würmer mehr zu finden. Ich hatte Kalk und Eierschalenmehl zum Bokashi gegeben, um den pH-Wert zu erhöhen. Entweder nicht genug oder die Würmer mochten einfach keinen Bokashi. Ja, irgendwann war der dann auch umgesetzt und alles wieder gut. Aber dass so gar keine Würmer bis dahin auf der Bokashi-Seite sein wollten...
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von Vamp » Di 18. Feb 2020, 13:16

Hallo zusammen,

ich kann es nicht erklären, aber meine Würmer scheinen Bokashi tatsächlich zu mögen. Ich mach das nicht extra, sondern hab Folgendes festgestellt:
Mein Bokashi vererdet auf dem Balkon in Ikea-Sammla mit Deckel unter einem Hochbeet. Temperaturtechnisch und flüssigkeitstechnisch also wohl ok. Nun hab ich heute mal wieder reingeschaut, und es befinden sich unzählige Würmer darin, vermutlich sogar mehr, als in meinem Wurmkomposter ;-) Wahrscheinlich sind sie mal als Kokons in den Resten einer Wurmhumusernte reingekommen. Also irgendwie merkwürdig, ich hab das auch früher schonmal festgestellt. Bokashi in Pflanztrögen vererden lassen, die Kontakt zum Boden hatten. Da waren mit der Zeit immer mehr Würmer drin.

Nur ein Problem gibt es: eigentlich mach ich den Bokashi ja, um die Erde zu benutzen. Wenn nun so viele Würmer drin sind, wie krieg ich die da raus? Einzeln sammeln... dafür bin ich schon bei der Wurmkomposterernte zu ungeduldig. Gibt es eine Möglichkeit mit einem Sieb oder ähnlichem? Und ohne den Würmern weh zu tun?

Danke und viele Grüße,
Tanja
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von Wurmcolonia » Di 18. Feb 2020, 18:20

Hallo Vamp,
in Videos habe ich gesehen, dass man Würmer mit einem Kompostsieb aussieben kann. Das schien ihnen nichts auszumachen.
LG Wurmcolonia
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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Re: Bokashi für wurmfarm

Beitrag von Wurm-Bine » Do 27. Feb 2020, 14:21

Eine ziemlich fiese Variante ist es auch, oberflächlich das Substrat austrocknen zu lassen. Die Würmer wandern dann immer weiter nach unten und man kann obern die Erde abtragen. Allerdings hat man dann ganz unten eine ziemlich große Wurmdichte.
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