Der Humus ist fertig

Gibt es Probleme in der Wurmfarm? Möchtest Du Deine Can-o-Worms verbessern oder Dein Wurm Cafe säubern? Hier gibt es Tips und Fragen auf häufige Antworten!
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Erik
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Der Humus ist fertig

Beitrag von Erik »

Hallo zusammen,

bei mir ist es soweit. Zum ersten Mal ist bei meinen Lombrico die erste Ebene 'fertig'. Doch was mache ich nun mit dem Humus? Wir haben keinen Garten, sondern 'nur' Blumen- und Kräuterkästen am Balkon. Den Humus mische ich nun einfach der Blumenerde bei, oder? Gibt es da etwas zu beachten? Besondere Mengenrelationen zur Blumenerde oder so? Und was mache ich mit den verbliebenen Würmern, die sich doch noch in der Ebene tummeln? Die ich nicht rausfischen kann, würde ich einfach mit in die Kästen freilassen.

Ich freue mich über Tipps und Erfahrungen!

Viele Grüße
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Wurmtraum
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Wurmtraum »

Beginnen wir mal mit der Ernte des Humus.
Ich verwende als Wurmunterkunft einen Turm aus 3-4 Euroboxen.
1. Auffangwanne für Wurmtee
2. Box mit bald zur Ernte anstehendem Humus
3. Wohnzimmerbox: hier sind alle Größen von Würmern drin
4. Fress und Futterbox
Meine Ernte hat was meditatives.
Ich füttere in die Futterbox und stelle dann die 2. Box für 2-3 Tage auf die 4. Futterbox.
Jetzt sind meist ein paar Würmer von der 2. Box in die 4. Box zum Futter gewandert.
Nun nehme ich einen alten Esslöffel und entnehme aus der 2. Box von der Oberfläche Löffel für Löffel den Humus.
Jede Löffelfüllung streue ich auf einen Deckel eines 1-Kg Joghurteimers um eventuelle Kokons und Babywürmer zu sichten um diese in die Fresskiste zurück zu setzen.
Den Wurm und Kokon freien Humus sammle ich während der Humus-Meditation in dem Joghurteimer.
Ich leere die 2. Box so in ca. 2 Wochen und gebe den Judels genügernd Zeit selber nach unten zu wandern.

Es ist zwar eine etwas aufwändigere Methode aber für mich ist es eine beruhigende und runterkommende Beschäfftigung.
Dies kann auch gut mit Kindern gemacht werden. Vielleicht ist dies auch eine Beschäfftigungsmöglichkeit während der Ausgangsbeschränkung bei uns in Bayern.

Was mach nich mit dem Humus?
Ich habe auch keinen Garten der mir gehört, habe mir aber Betonwannen besorft und diese als Pflanzbehälter umfunktioniert und hier wandert der wertvolle Wurmhumus hinein.
Den Humus ahtte ich einfach mit der vorhandenen Erde vermischt oder oben drauf um die Pflanzen gestreut.
Ich habe da kein Verhältnis angesetzt. Was da war wurde auf die Wannen und Blumentöpfe verteilt.
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Wurmcolonia
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo Erik,

wie Wurmtraum Wurmhumus erntet, kann man es machen, muss es aber nicht.

Auf der Website von wurmwelten.de gibt es u.a. eine Anleitung zur Ernte von Wurmhumus (bzw. von Kompostwürmern), eine weit verbreitete Methode: https://www.wurmwelten.de/wie-ernte-ich ... -wurmfarm/

Auch zur Anwendung von Wurmthumus habe ich einiges gefunden:
https://www.wurmwelten.de/wurmhumus-anleitung/
https://www.wurmwelten.de/blumenerde-selber-machen/
https://www.wurmwelten.de/wurmhumus-im-winter-lagern/
https://www.wurmwelten.de/komposttee-selber-machen/
https://www.wurmwelten.de/kompostwuermer-wurmhumus/

Gefunden habe ich die Artikel über die Sitemap von wurmwelten.de:
https://www.wurmwelten.de/site-map-2/

Die Artikel dürften dir ein ganzes Stück weiterhelfen. Für Fragen ist das Forum da ;) .

LG und bleibt gesund
Wurmcolonia
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Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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Erik
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Erik »

Hallo Wurmtraum, hallo Wumrcolonia,

ich danke euch vielmals!

Ich schreibe später mal, wie ich's gemacht habe.

Viele Grüße
Erik
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wormluke
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von wormluke »

Hallo,

ich habe mir auch ein Wurm Box aus Euroboxen gebaut.

Setup (Top to Bottom):
1. Deckel
2. Futterbox
3. Wohnzimmer I
4. Wohnzimmer II
5. Ältester Humos Box
6. Auffangbehälter (gefüllt gegen das ertrinken) mit Ablasshahn

Die Box ist nun gut 2 Monate belebt und der Erstbesatz waren ca 500 Würmer die aus einen Kompost gegraben habe und damit die untersten 3 Boxen gefüllt habe.

Nun habe ich ein ähnliches Problem beim Ernten des Humos. Bei der ersten Ernten habe ich mir mehre Stunden Zeit genommen um die vielen Kokons vom Humos zu trennen.

Dieses mal habe ich den zu erntenden Behälter zunächst oben auf die Futterkiste gestellt und gehoft das viele Würmer nach unten kriechen (durch langsames Austrocknen bzw. kein Futter mehr). Leider haben sich aber die Würmer jetzt entgegen meiner Hoffnung erstrecht extrem in der obersten Kiste gepaart und haben in die zu erntende Kiste ihre Kokons abgelegt (pro Handfläche voll Erde ca. 50 Kokons -> ernten des Humoses unmöglich).

Was ist mein Fehler? Zu wenig Bohrungen damit das Austrocknen schneller geht? Ist der fertige Humos der optimale Ablegeplatz für die Kokons? Brauch ich weiteren Wohnraum, damit die unterste Box noch weniger Nährreich ist?

Viele Grüße
Wormluke
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Wurmtraum
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Wurmtraum »

Ich stell die zur Ernte anstehende Box nur ganz oben hin solange ich Humus entnehme. Ich entleere die Ernteebene nicht auf einmal, all paar Tage etwas und nach jedem Erntevorgang kommt die Box wieder in die alte Position meines Wurmturms.
So können die Würmer während des Erntevorgangs nach unten in die Futterbox kriechen.
Ach ja bevor ich mit der Ernte selbst starte lass ich den Deckel des Turms für längere Zeit weg damit Licht die Würmer nach unten treibt.
Derzeit bin ich an der Ernte einer Box vom letzten Sommer. Fast keine Würmer und Kokons mehr drin. So konnte ich doch nun zügig 4 x 1 Kg Joghurteimer entnehmen.
Chris Arndt
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Chris Arndt »

Schon wieder ist ein Jahr vorüber und die Regenwurmgrube wird geleert. Dieses Mal kamen sogar
sieben Schubkarren Regenwurmhumus zusammen.

LG Chris
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Wurmcolonia
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo wormluke,
erst einmal ein herzliches (willkommen) im Forum. Schön, dass du zu uns gefunden hast.

Ich möchte dich nicht enttäuschen, aber nach meiner Erfahrung und dem, was ich gelesen habe, kann es kaum sein, dass deine Wurmfarm nach nur zwei Monaten von den Judels komplett durchgefuttert ist, zumal deine Farm mehrere Etagen hat und du einen Besatz von nur 500 Würmern hast. Dann müssten sie den Fressturbo eingeschaltet haben.

Eine der ersten Lektionen, die wir beim Umgang mit Würmern lernen müssen, ist die, dass wir Geduld haben müssen. Der Wurmhumus ist reif, wenn der Inhalt der Kiste gleichmäßig dunkelgrau bis schwarz und schön krümelig ist und möglichst keine Futterreste mehr erkennbar sind. Einen schön krümeligen Humus bekommst du durch ca 30 % Zugabe von Zellstoff, z.B. Zeitungspapier oder Wellpappe, zum Futter.

Wie lang es bei deiner Farm dauern wird, bis eine Etage reif ist, um sie komplett ernten zu können, kann ich dir leider nicht vorhersagen. Es kann aber durchaus ein halbes Jahr oder sogar auch deutlich länger dauern.

Das Prinzip der Mehr-Etagen-Farm funktioniert so, dass man die Würmchen immer nur in einer Etage füttert. Man fängt von daher mit einer Etage an und hat darunter eine Auffangetage für Wurmtee.
Eine zweite Etage setzt du dann auf, wenn die erste Futteretage fast voll und durchgefuttert ist. Dann fütterst du nur noch in der oberen Futteretage. Mit der Zeit finden dann die Würmer in der unteren Futteretage kein Futter mehr und wandern in die obere Futteretage.

Jedenfalls sollte es so sein. Wurmfarmer, die mit Mehr-Etagen-Farmen arbeiten, berichten, dass die untere Futteretage oftmals erst dann einigermaßen frei von Würmern ist, wenn sie die vierte Futteretage aufesetzen. Unsere Würmchen können ausgesprochen genügsam sein und finden auch noch die kleinste Menge Futter im (eigentlich schon reifen) Wurmhumus :o . Außerdem scheinen einige Würmer einfach zu bequem zu sein, um sich in die nächste Etage zu begeben (gaehn) .

Wenn du nicht warten möchtest bis in einer Etage der Humus komplett reif ist, kannst du aus einer teilweise reifen Etage schon Humus von der Oberfläche entnehmen und verwenden. Du musst dann nur Würmchen und Kokons rauspulen (dafür ziehst du am besten Handschuhe an, da vor allem die Kokons nicht mit bloßen Händen angefasst werden sollten. Wurmprofis arbeiten an ihren Wurmkisten immer nur mit Hanschuhen.). Wurmtraum stellt sich für die "Zwischenernte" die als nächstes zur Ernte vorgesehene Etage nach oben, entnimmt den Humus und baut sie dann unten wieder ein.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinen Würmchen, viel Geduld und zur Belohnung ganz viel schön krümeligen, reifen Wurmhumus :D .

LG Wurmcolonia
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wormluke
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von wormluke »

Hallo zusammen,

@Wurmtraum das hört sich nach einer sehr aufwändigen Methode an. Aber ich werde sie bestimmt in Zukunft mal probieren.

Wie bereits beschrieben habe ich die Erfahrung gemacht, dass die langsam "trocken" werdende und nur noch mit geringer Restnahrung bestückten (kleine Reste Karton oder sehr langsam umwandelbares Material z.B. Avocadoschale oder mal die Reste einer Walnussschale) sehr gerne als Legeplatz für Kokons genutzt wird. Eventuell muss ich den Parameter „Kriechstrecke“ durch mehrere leere Ebenen erhöhen um die Würmer in die Futterkiste und die unterliegenden Kisten zu „führen“. Vielleicht bau ich ja mal eine neue Wurmfarn, dann kann ich bei der Bestellung gleich erweitern. Auch der Faktor Beleuchtung könnte Interessant sein. Nur ist für mich fraglich wieviel Lumen und evtl welche Wellenlänge ich einsetzen müsste um die Würmer aus der reifen Box nachhaltig zu vertreiben. Bei mir haben die Boxen eine Tiefe von ca. 10 cm. Würde auf jedenfalls das Oberflächennahe ablegen der Eier verhindern (kurze Frage zwischendurch: Findet die Fortpflanzung zwingend an der Oberfläche statt?)

@Wurmcolonia, vielen Dank für deine ausführliche und lehrreiche Antwort! Ich lese eine geringe Zeit bei euch im Forum quer und habe mich sehr spontan dazu entschlossen meine eigene Wurmfarn zu bauen.
Ich habe zu beginn die ersten 3 der 4 „belebten Boxen“ mit recht reifen Humos von draußen vorgefüllt und nur leicht mit Einstreu, Futter und Zellstoff ergänzt. Zusätzlich kam eine natürliche Erdoberflächenschicht aus vier Regionen, normale Streuobstwiese, Nadelholzbestand, Eichenbestand und Buchenbestand dazu. Sprich Laub und Geäst gesondert abgetragen und etwas von der darunterliegenden Humos Schicht direkt in den Ansatzhumos. Zu der Wurmanzahl von „500“ zu Beginn war dies ein reines Abschätzen (in 5 fünf Händen voll Humos die Würmer gezählt, gewogen und hoch kalkuliert). Wahrscheinlich waren es am Anfang dann doch mehr? Zusätzlich habe ich ab und an ein paar halbtote Regenwürmer von der Straße mit reingeworfen.

In der obersten Box wird bei mir ausschließlich gehäckseltes Futter reingeworfen und ordentlich befeuchtet und anschließend mit besagter Laubschicht abgedeckt.

Zum Thema genügsame und bequeme Würmer. Ich habe den leichten Verdacht das ich auch sehr „wohlgenährte“ wenn nicht sogar fette Würme habe und wahrscheinlich bald mal eine strenge Diät einlegen muss.

Ob der Wurmhumos jetzt vollends fertiggestellt ist hat bei mir nicht die höchste Priorität. Wenn eine neue Futterbox angelegt wird kommt einfach die unterste Wohnbox oben drauf zum dem nächsten ernten 😊. Bei mir kommt der Humos eh an Stellen wo eh schon andere Würmer ihr Unwesen treiben und die freuen sich sicher über noch ein kleine Snacks.

Zum Thema Handschuhe: Was ist das Problem mit den bloßen Händen (Unverträglichkeiten, Keime, Parasiten)? Ich reibe bevor ich an der dem Humos mit den Händen arbeite meine Hände ordentlich damit ein. Welche Wurmkokondichte pro dm³ ist denn normal?

Im Allgemeinen habe ich sehr viel Geduld mit dem Projekt und schaue bzw. bewege die Boxen so wenig wie möglich. Ich muss sogar gestehen, dass ich die letzte Woche sie so sehr vergessen habe das mein Auffangbehälter (gefüllt mit Pflanzen Vermiculite und an der Oberfläche mit Zewa abgelegt) übergelaufen ist :O. Eine Sauerrei…

Viele gesunde Grüße,
Wormluke
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Wurmcolonia
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Re: Der Humus ist fertig

Beitrag von Wurmcolonia »

Hallo wormluke,
vielen Dank für deine ausführliche Schilderung, wie du deine Wurmfarm mit Inhalt ausgestattet hast. Das ist eine eher ungewöhnliche Vorgehensweise und ich bin gespannt, wie deine Farm sich entwickeln wird.

Normalerweise ist die Wurmfarm in Kisten (o.ä) im Privathaushalt dazu gedacht, einfache organische Küchenreste, die ansonsten bestenfalls in den Biomüll entsorgt worden wären, durch die Kompostwürmer in wertvollen Wurmhumus umwandeln zu lassen.

Da du eine außergewöhniche Vorgehensweise gewählt hast, wäre sehr spannend, von Zeit zu Zeit von dir zu lesen, ob sich deine Wurmfarm so entwickelt, wie du dir das gedacht hast, wo es gut läuft und wo Probleme auftreten. Vielleicht kannst du sogar einen unserer ModeratorInnen bitten, deine Posts abzutrennen und daraus ein Wurmtagebuch zu machen.

Noch ein Wort zu der hohen Zahl von Kokons, 50 Stück in einer handvoll Erde erscheint mir recht viel: Kompostwürmer haben eine Methode, wie sie das Überleben ihrer Spezies sichern. Die adulten Würmer legen dann sie viele Kokons wie möglich ab. Das machen sie z.B. nach einem Umzug in eine für sie ungewohnte Umgebung. Beispielsweise nach dem Umzug vom Wurmhändler zum Kunden. Die älteren Würmer haben mit einem solchen Umzug oft Probleme, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und überleben ihn nicht lang, deshalb legen sie möglichst viele Kokons ab, bevor sie sterben. Es ist daher leider relativ normal, dass man nach einem Umzug vergleichsweise viele tote Würmer in einer Wurmfarm findet.

Vermutlich ist das in deiner Farm auch so, obwohl du deine Würmer aus dem Kompost entnommen hast und ihre neue Umgebung auch zum Teil aus ihrem gewohnten Kompost besteht.

Außerdem noch ein Hinweis, zu dem, womit du deine Kisten befüllt hast: man kann den Wumkisten selbstverständlich Laub zugeben, allgemein abgeraten wird aber von Blättern von Eiche, Buche, Nussbaum, Rhododendron, da sie zu sauer sind und/oder sich zu langsam zersetzen. Material von Nadelhölzern einschließlich Boden ist für sie auch nicht so gut. Sie mögen es nicht (z.B. wg. der ätherischen Öle) und Regenwürmer leben auch eher selten im Nadelwald. Wenn dir das noch möglich ist, solltest du das besser entnehmen.

Was die Empfehlung angeht, bei der Arbeit an den Wurmkisten Handschuhe zu benutzen, geht es nicht um die Würmer (denen ist es relativ egal, ob du Handschuhe benutzt, sie mögen es grundsätzlich nicht besonders, angefasst zu werden) sondern um die Kokons. Von großen Wurmzüchtern wird immer wieder behauptet, dass man Kokons nicht mit bloßen Händen anfassen soll, da die Wümer sonst nicht mehr schlüpfen. Ich nehme mal an, dass diese Fachleute sich das nicht ausgedacht haben.

Ich wünsche dir viel Spaß und vor allem viel Erfolg und eine spannende Zeit mit deiner Wurmfarm.

Liebe Grüße
Wurmcolonia
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
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